Jugend

Linker Journalismus an der Freien Universität Berlin

Im Rahmen der Kritischen Orientierungswoche organisierte die RKJ mit dem linken Journalisten Wladek Flakin am Montag einen Workshop zu kritischem Journalismus an der Freien Universität in Berlin. 15 Personen diskutierten und übten das Schreiben von Artikeln. Der Workshop begann mit einem Vortrag über das Arbeiten als linke*r Journalist*in. Daraufhin folgte eine Übung, nach der jede*r Teilnehmer*in einen Artikelentwurf erstellt hatte.

Linker Journalismus an der Freien Universität Berlin

„Eine akademische Ausbildung ist nur eine Ausbildung zum schlechten Schreiben.“ ,betonte Wladek Flakin und empfahl den Teilnehmer*innen mit dem akademischen Stil zu brechen. Im Journalismus ginge es lediglich darum, das Lesen lebendiger zu gestalten und auf die Leser*innen „wie der Blitz zu wirken“ (Rosa Luxemburg).

Bei der Schreibpraxis ließen sich viele Interessensgebiete und Themen herausstellen: von Ökologie und Lebensmittel über Unileben bis hin zu Feminismus und Religion. Die meisten Teilnehmer*innen hatten keine oder wenig Erfahrung mit journalistischer Arbeit und deswegen gab der Referent Wladek Flakin Tipps zu stilistischen wie auch praktischen Fragen.

Stark betont wurde die Wichtigkeit einer linken Berichterstattung und Presse. Diese könne eine Öffentlichkeit für Kämpfe und Ungerechtigkeiten herstellen und somit als Werkzeug für den linken Aktivismus dienen. Die Berichterstattung über den Arbeitskampf am Botanischen Garten zeigte klar, so ein Teilnehmer, wie wirksam dieses Mittel sein kann.

Die FU Berlin will sich als eine offene und erfolgreiche Universität profilieren. Doch die Teilnehmer*innen waren sich einig, dass in ihr immer noch Sexismus, Rassismus und Ausbeutung existiert. Was den Studierenden und Arbeitenden jedoch fehlt, ist ein Medium, mit dem sie solche Missstände sichtbar machen kann. In der FU gibt es viel weniger politische Aktivität als vor einiger Zeit. Wenn sich kritische Studierende an der Universität Gehör verschaffen wollen, schwimmen sie somit gegen den Strom. Deswegen luden Aktivist*innen der RKJ dazu ein, auf Klasse Gegen Klasse Artikel von linken Studis und Arbeiter*innen der Uni zu veröffentlichen und somit eine bereits existierende Plattform zu nutzen, um Informationen rund um die FU und darüber hinaus zu verbreiten.

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