Kundgebung an der FU: Gescheitertes Pandemie­management an der Uni – für eine linke Antwort!

10.02.2022, Lesezeit 3 Min.
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Foto: KGK

Die Vollversammlung war ein erster Schritt, nun müssen die Forderungen in konkrete Aktionen umgesetzt werden. Ein Bündnis aus studentischen Gruppen mobilisiert zum 16. Februar um 13 Uhr an die FU Berlin.

Am 03. Februar fand die letzte Vollversammlung der Studierendenschaft der FU statt. Über 200 Studierende diskutierten online und in Präsenz über die Situation in der Coronapandemie und beschlossen dabei weitgehende Forderungen an das Präsidium, den Berliner Senat und die Bundesregierung. Die Studierenden fordern selbst über das Pandemiemanagement in Infrastruktur und Lehre zu entscheiden. Aber es reicht ihnen nicht aus, das Unipräsidium zu kritisieren, sondern vielmehr, zu sehen, dass politische Entscheidungen immer einen Einfluss auf die Universität haben.

Wie also weiter?

Die Diskussionen und die Vollversammlung waren wichtige erste Schritte, um sich als Studierende eine Stimme zu verschaffen. Die Frage also: Was tun? Am Ende der Vollversammlung wurde ein erster Vorschlag genau hierfür geliefert: Eine Kundgebung zur Präsidentschaftswahl.

Am 16. Februar um 14 Uhr trifft sich der akademische Senat, um den neuen Präsidenten bzw. die neue Präsidentin der Freien Universität zu wählen. Im akademischen Senat haben die Professor:innen immer die absolute Mehrheit, obwohl sie die kleinste Statusgruppe an der Uni sind und dieses Gremium somit undemokratisch ist. Zudem vertreten die beiden Kandidat:innen genau jene Hochschulpolitik, die in der Vollversammlung scharf kritisiert wurde.

Wer sind diese Kandidat:innen?

Zur Wahl stehen der jetzige Universitätspräsident Dr. Günter M. Ziegler und die aktuelle Prorektorin für Studium und Lehre an der Universität zu Köln, Beatrix Busse. Während Ziegler schon in den letzten vier Jahren seiner Amtszeit beweisen konnte, dass er für einen Universitätskurs fernab der Interessen der Beschäftigten und Studierenden steht, äußert sich Busse wenig bis gar nicht, warum sie eigentlich Präsidentin werden will.

In einem Interview zu den Wahlen sagte Ziegler auf die Frage hin, wie er Herausforderungen an der FU angehen will: „Wir kommen stets am besten voran, wenn sich die richtigen Beteiligten zusammensetzen und mit offenem Visier lösungsorientiert Probleme und Chancen in den Blick nehmen und anpacken.“

Wir sagen ganz klar: Sie sind nicht der richtige Beteiligte, Herr Ziegler, die Belegschaft und Studierendenschaft sind es. Schon allein diese Aussage zeigt, dass Ziegler erstens kein Interesse hat etwas an seinem bisherigen Kurs zu verändern und zweitens die Wichtigkeit studentischer Organisation. Wir werden der Unileitung zeigen, dass wir uns nicht ignorieren lassen und unsere Forderungen durchsetzen werden.

Deswegen rufen wir gemeinsam mit anderen linken Studierendengruppen zur Kundgebung am 16. Februar 2022, um 13 Uhr, vor dem Henry-Ford-Bau (Garystraße 35, 14195 Berlin) auf. Für mehr demokratische Mitbestimmung und gegen die Politik des akademischen Senats und des Präsidiums.

Komm mit uns zur Kundgebung!

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