Unsere Klasse

Kolleg*innen der VSG solidarisieren sich mit den Streiks bei Halberg Guss

Kolleg*innen der Vivantes Service GmbH, die zuletzt 8 Wochen gestreikt haben, solidarisieren sich mit dem Kampf der Beschäftigten bei Halberg Guss. Denn in beiden Kämpfen gilt: "Dagegen hilft nur organisierter, gewerkschaftlicher, basisorientierter und kompromissloser Kampf!" Wir spiegeln hier ihre Erklärung.

Kolleg*innen der VSG solidarisieren sich mit den Streiks bei Halberg Guss

Solidarische Grüße an die Streikenden Kolleg*innen von Halberg Guss, von den Kolleg*innen der Vivantes Service GmbH (VSG).

Wir sind ein ausgegliedertes Tochterunternehmen des Landeseigenen Berliner Klinikkonzerns Vivantes und haben bis vor kurzem 8 Wochen streiken müssen, damit sich unsere Geschäftsführung überhaupt an den Verhandlungstisch zurück bequemt hat. Wie wir erfahren haben, läuft euer Streik nun schon die 3. Woche, um die geplante Schließung eures Werkes und damit betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.

Unsere Geschichte gleicht sich, auch wenn wir aus verschiedenen Branchen stammen:

In die Vivantes GmbH wurde ein Großteil der städtischen Kliniken Berlins zusammen geworfen, in einer Zeit in der Berlin durch dubiose Geschäftemacher finanziell vor die Hunde ging. Die Verantwortlichen wurden nie konsequent zur Rechenschaft gezogen, aber die Bürger*innen Berlins bezahlen immer noch die Zeche dieser Polit- und Spekulantencamorra. Seither wurden Kliniken geschlossen und verkauft. In der Vivantes GmbH kam es bisher zu satten 14 Tochtergründungen um Tarifflucht zu begehen. Wir sind eine davon und wir wollen über den Tarifkampf wieder zurück zu „Mutti“! Wir kämpfen für die Rückführung aller VSG Beschäftigten in den Mutterkonzern unter dem Motto „ein Betrieb, eine Belegschaft, ein Tarifvertrag“.

Ihr wiederum sollt die Zeche für Abgasskandale, Softwaremanipulation und überzogene Manager*innengehälter zahlen. Auch ihr tragt für die grenzenlose Gier einzelner „Kapital – Verbrecher“ keine Schuld. Aber um die Gewinne von Aktionär*innen und eben diese überzogenen Manager*innengehälter weiterhin zu sichern, sollen eure Arbeitsplätze in Billiglohnsektoren ausgelagert werden.

Dagegen hilft nur organisierter, gewerkschaftlicher, basisorientierter und kompromissloser Kampf!

Dazu wünschen wir euch viel Kraft; kreative, öffentlichkeitswirksame Ideen und viel zivilen Ungehorsam.

Die Tarifkommission der Vivantes Service GmbH

im Namen der Beschäftigten der VSG

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