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Gemeinsamer Widerstand ist nötig!

Leitar­tikel von Red Brain Nr. 17

Gemeinsamer Widerstand ist nötig!

// Leitar­tikel von Red Brain Nr. 17 //

„Ich habe keine Träume mehr für die Zukun­ft. Man weiß über­haupt nicht, wie die Sit­u­a­tion in einem Monat sein wird. Ich denke, ich werde nicht in Griechen­land bleiben. Entwed­er wan­dere ich aus wegen des wach­senden Neo­faschis­mus oder wegen der Arbeit­slosigkeit.“

„Dass Schlimm­ste ist, dass meine Fam­i­lie oft nicht genug Geld hat, um die Wass­er- und Strom­rech­nung zu Hause zu bezahlen. Manch­mal gibt es zu Hause nichts zu essen, weil das Geld fehlt. Ich möchte gerne studieren, aber gle­ichzeit­ig muss ich auch arbeit­en. Arbeit­en muss ich, um mein­er Mut­ter finanziell zu helfen. Natür­lich werde ich weit­er­hin bei ihr wohnen bleiben.“

So wie Olga (21) und Iva (17) geht es vie­len Jugendlichen in Griechen­land. Die Per­spek­tivlosigkeit infolge des riesi­gen sozialen Elends, welch­es sich in Griechen­land immer weit­er ver­bre­it­et, bet­rifft vor allem die Jugend. Im let­zten Jahr ist die Arbeit­slosen­quote von Unter-25-Jähri­gen bis auf 60% gestiegen. Men­schen müssen Schlange ste­hen, und sich um Grund­nahrungsmit­tel schla­gen, um über­leben zu kön­nen. Und es ist keine Besserung in Aus­sicht.

Schuld daran ist die Spar­poli­tik, die in der EU durch die Troi­ka und den ESM auf Drän­gen der Merkel-Regierung die Zer­störung jed­er sozialen Rechte und Absicherun­gen zum Ziel hat. Zur gle­ichen Zeit steigen die Prof­ite der Verur­sacherIn­nen der Krise, den reich­sten Unternehmen Griechen­lands, weit­er an. Begleit­et wird die Durch­set­zung dieser, den Arbei­t­erIn­nen, Migran­tInnen und Jugendlichen feindliche Poli­tik, ein­er­seits mit großen Wider­stand, der sich in Fab­rikbe­set­zun­gen, Streiks und Demon­stra­tio­nen man­i­festiert und ander­er­seits mit har­ter Repres­sion des Staates. So wurde vor eini­gen Wochen bei einem Streik der U‑Bahn-FahrerIn­nen das Kriegsrecht erlassen, um die Arbei­t­erIn­nen durch die Polizei zum Aufgeben des Streiks zu zwin­gen. 

Das zeigt, dass jedes, der west­lichen Demokratie noch so heilige Recht, wie beispiel­sweise das Streikrecht, in Zeit­en der Krise und des Prof­itver­lustes der Herrschen­den nichts zählt. Wir müssen diese aktiv gegen sie vertei­di­gen — um darüber hin­aus zu gehen. Denn der einzige Weg, in Griechen­land das Elend der Massen zu stop­pen, ist die soziale Rev­o­lu­tion, die die Macht in die Hände der Aus­ge­beuteten und Unter­drück­ten übergibt und das Pri­vateigen­tum an Pro­duk­tion­s­mit­teln abschafft.

Die Sit­u­a­tion in Griechen­land ist untrennbar mit der Sit­u­a­tion in Deutsch­land ver­bun­den. Merkel ver­tritt hier, und dort direkt die Inter­essen der besitzen­den Klasse in Deutsch­land. Deshalb müssen sich die Jugendlichen und Arbei­t­erIn­nen ganz Europas zusam­men­schließen, um gegen die Spar­poli­tik und für ihre Inter­essen einzutreten. Denn die Schwächung der Rechte der Massen in Griechen­land schwächt unsere Posi­tion im Kampf für ein besseres Bil­dungssys­tem und im Kampf der arbei­t­en­den Jugend gegen die Prekarisierung.

  • Hoch die Inter­na­tionale Sol­i­dar­ität!
  • Gegen das deutsche Regime!
  • Für die Ein­heit der Arbei­t­erIn­nen und Jugendlichen in Europa gegen die Spar­poli­tik!

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