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„Für einen Klimawandel in der Mensa!“

Am gestrigen Dienstag um 14 Uhr protestierten rund 100 Studierende in der Mensa der Freien Universität Berlin. Sie forderten die sofortige Reparatur der Klimaanlage mit der Parole „Für einen Klimawandel in der Mensa!“

Die Luft in der Mensa II der Freien Universität Berlin, der größten Unimensa der Stadt, ist heiß. „Heute sind es 28 Grad hier drin, obwohl es draußen nur 15 sind“, sagt eine Kassiererin, die seit vielen Jahren in der Mensa arbeitet. „Es ist so stickig hier, manchmal kriege ich gar keine Luft“, ergänzt eine Kollegin. Beide tragen Buttons mit der Aufschrift „Gegen dicke Mensa-Luft“.

In der letzten Woche haben die Hälfte der Mensa-Beschäftigten und über 900 FU-Studierende für die Reparatur der Klimaanlage unterschrieben. „In nur drei Tagen haben fast 1.000 Menschen ihre Unterschrift abgegeben. Das zeigt, dass die Luft hier für Kunden und erst recht für Beschäftigte unerträglich ist“, erklärt Stefan Schneider, Student und Aktivist der „AG Arbeitskämpfe“ an der FU.

Die Unterschriften sind bereits bei der Geschäftsführung der Mensa, die vom Berliner Studentenwerk betrieben wird, sowie beim Präsidium der Freien Universität abgegeben worden. Bisher gibt es nur die Zusage, dass die Klimaanlage im Zuge einer Renovierung im Oktober repariert wird. Beschäftigte und Studierende lehnen diesen „heißen Sommer“ ab und werden ihre Proteste notfalls fortsetzen.

Die AG Arbeitskämpfe, ein Zusammenschluss von Beschäftigten und Studierenden an der FU, gründete sich im Rahmen der Tarifrunde im Berliner Studentenwerk letztes Jahr. Letzten Winter war die Heizung in der HU-Mensa ausgefallen, weshalb Beschäftigte teilweise bei Minusgraden arbeiten mussten.

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