Deutschland

Feine Sahne Fischfilet von Nazis attackiert!

Nach den G20-Protesten hetzt die bürgerliche Presse gegen Antifaschist*innen. Die Springer-Presse und Heiko Maas äußerten offen Sympathien für ein „Rock gegen Links“-Festival. Das potentielle Publikum, vor allem Neonazis, greift währenddessen weiter Antifaschist*innen an. Sonntagnacht traf es den Proberaum der Band Feine Sahne Fischfilet.

Feine Sahne Fischfilet von Nazis attackiert!

Die G20-Proteste fan­den nicht nur in der Presse, auf linken Ple­na und bei der Polizei Wider­hall. Auch viele antifaschis­tis­che Bands haben Songs gegen den G20-Gipfel geschrieben oder sich in State­ments gegen diesen Gipfel gewandt. Die Punkrock­er um Feine Sahne Fis­chfilet haben noch selb­st zu den Protesten mit aufgerufen.

Dass die Band in der Ver­gan­gen­heit immer wieder von Nazi-Attack­en betrof­fen war, ist bekan­nt. Doch beson­ders im Hin­blick auf die G20-Proteste bekommt auch die Het­ze gegen die Band noch ein­mal Rück­en­wind. Zum Angriff selb­st schreibt die Band auf ihrer Face­book-Seite.

In der Nacht von Son­ntag zu Mon­tag gab es einen Anschlag von Neon­azis auf unseren Prober­aum.

Mit einem Feuer­lösch­er schmis­sen sie die Scheiben ein und verteil­ten mit einem Zweit­en But­ter­säure in und an- unseren Räum­lichkeit­en. Außer­dem war­fen sie Gril­lanzün­der rein,
der sich glück­licher­weise nicht entzün­dete. Unser Prober­aum befind­et sich direkt an Wohn­häusern.“


Foto vom Prober­aum nach dem Anschlag

Weit­er heißt es:

Wir denken, dass diese Angriffe nicht aus dem luftleeren Raum geschehen sind, was selb­stver­ständlich nie der Fall ist. Jedoch denken wir, dass sowohl solche Tat­en als auch
der Anschlag auf unseren Prober­aum ganz klar im Kon­text der let­zten Tage ste­hen dürfte.
Anfangs hät­ten wir es auch dies­mal voraus­sichtlich nicht öffentlich gemacht. Nach­dem was jedoch in den let­zten Tagen medi­al und gesellschaftlich abging, denken wir, dass es richtig ist, dieses Mal ein paar Zeilen zu schreiben. Der unbändi­ge Hass gegen AntifaschistInnen/Linke, der sich grad bun­desweit Bahn bricht, ist erbärm­lich und selb­stver­ständlich bleibt es nicht nur bei zig Social-Media Dro­hun­gen, die die Men­schen im offen­sichtlichen Lynch-Rausch an die 
ver­schieden­sten Leute schreiben bzw. irgend­wo ver­fassen.

Die AfD und die CDU forderten unlängst ein Auftrittsver­bot für die Band beim „Das Fest“ in Karl­sruhe, weil die Texte „link­sex­trem seien und zu Gewalt gegen Polizis­ten aufrufen.“

Und kein Wun­der, dass AfD und CDU ein Prob­lem mit der Band haben. In ihren Tex­ten stellt sich die Truppe aus Meck­len­burg klar gegen ras­sis­tis­che Gewalt von Nazis und Staat und zeigt sich immer wieder auf antifaschis­tis­chen Block­aden oder Demon­stra­tio­nen. Bis vor zwei Jahren wur­den sie auf­grund dieses Engage­ments auch noch im Ver­fas­sungss­chutzbericht des Lan­des Meck­len­burg-Vor­pom­mern geführt. Beobachtet wird die Band laut Meck­len­burg­er Innen­min­is­teri­um weit­er­hin.
Rechte Gewalt wird dabei wie üblich ver­harm­lost. Egal, ob in Autos von Nazis angezün­det oder Bran­dan­schläge auf Häuser verübt wer­den. Die Het­ze gegen linke Demonstrant*innen geht dabei unver­mit­telt weit­er.

Als Reak­tion auf den Angriff ruft die Band zu Spenden auf. Nicht für sie, son­dern für Lob­bi-MV, eine Beratungsstelle für Betrof­fene rechter Gewalt. In dem Sinne: Sol­i­dar­ität mit Feine Sahne Fis­chfilet und allen Betrof­fe­nen rechter Gewalt!

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