Eine Generation ohne Zukunft? #CoronaRealität

25.07.2020, Lesezeit 3 Min.
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Nach dem Abklingen der ersten Corona-Welle scheint die Normalität in Deutschland zurückzukehren. Doch von uns, der jungen Generation, haben viele ihre Jobs verloren. Einige von uns konnten die Mieten unserer überteuerten Wohnungen nicht mehr zahlen und mussten zurück zu den Eltern. Und in Parks und auf öffentlichen Plätzen werden wir oft von der Polizei schikaniert. Wenn es euch auch so geht, schickt uns eure Berichte. #CoronaRealität

Foto: M.Balk, picture-alliance/dpa

Corona ist gesundheitlich vor allem für die ältere Generation eine große Gefahr. Viele von ihnen sind zudem von Arbeitslosigkeit oder Altersarmut bedroht. Doch auch wir Jugendliche und junge Erwachsene sind von den sozialen und wirtschaftlichen Folge von Corona stark betroffen.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Berlin ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 45 Prozent gestiegen und eine Million Studis befinden sich in finanzieller Notlage. Wir arbeiten häufig in besonders unsicheren Arbeitsverhältnissen, leben von befristeten oder Honorarjobs, sind auf das Trinkgeld beim Kellnern dringend angewiesen oder arbeiten auf Messen und anderen Großveranstaltungen.

Ein ganzer Jahrgang hatte schwerere Bedingungen bei den Schulabschlussprüfungen und muss jetzt hoffen, trotzdem einen Studienplatz zu finden oder sich auf Ausbildungen bewerben, während im ganzen Land Stellen abgebaut und Betriebe geschlossen werden.

Weiterhin werden Milliarden für große Unternehmen bereit gestellt, während wir uns fragen, wie wir die nächsten Monate packen sollen.

In kleinen, vollen Wohnungen können wir schlecht lernen. Mit Sorge blicken viele von uns auf den Winter – wenn eine mögliche zweite Welle kommt und wir nicht mehr am See oder im Park für Schule, Uni oder Zwischenprüfungen lernen können. Die Sparmaßnahmen der letzten Jahre in der Bildung machen sich schmerzhaft bemerkbar: Überforderte Lehrende, die von jetzt auf gleich online arbeiten sollen, technische Probleme und wenige Chancen, Unterstützung zu bekommen.

Währenddessen wird in Bayern der Volksentscheid zum Mietenstopp abgelehnt und bezahlbarer Wohnraum ist insbesondere in den Unistädten Mangelware.

Die Corona-Beschränkungen wurden als Möglichkeit genutzt, die innere Militarisierung zu verstärken: Bullen patrouillieren durch Parks und kontrollieren und schikanieren People of Color. Jugendliche of Color werden unter Generalverdacht gestellt, wie am Englischen Garten in München, als zwei Jugendlichen der Zutritt verwehrt wurde.

Während die Regierung sich vor allem um die Wirtschaft sorgt, wollen wir wissen, wie es euch mit den Auswirkungen der Corona-Krise geht.

Wie sieht es aus in den Studi-WGs, in den Berufsschulen, hinter den Theken? Schick uns deine Erlebnisse der letzten Monate.

Wie hat sich dein Leben verändert seit Corona? Wie läuft’s mit Online-Studium oder Jobsuche? Welche Erfahrungen machst du mit der erhöhten Polizeipräsenz? Wie sehen die nächsten Monate aus?

Schick uns deine Erfahrungsberichte

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