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Ein Tag ohne McDonalds

Weil migrantische Arbeiter*innen in den USA streikten, blieben McDonalds-Filialen im ganzen Land geschlossen.

Ein Tag ohne McDonalds

Die Fastfood-Kette McDonalds steht wie kein zweites Unternehmen für die schrecklichen Folgen der kapitalistischen Produktionsweise. McDonalds ist nicht nur für schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne bekannt, sondern auch für ihr ungesundes Essen, dass zu Krankheiten wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Problemen führt. Zudem repräsentiert es den US-amerikanischen Auf der ganzen Welt steht McDonalds für den US-Imperialismus, billige Arbeitskraft und massive Profite der US-Kapitalist*innen.

Gleichzeitig ist McDonalds aber auch ein Ort, an dem es zu jeder Tageszeit etwas zu Essen gibt. Für viele Arbeiter*innen und Menschen mit geringem Einkommen stellt McDonalds oftmals die einzige Nahrungsquelle dar. McDonalds versorgt täglich 68 Millionen Menschen mit Nahrung, was annähernd ein Prozent der Weltbevölkerung ausmacht.

Am 16. Februar mussten landesweit McDonalds-Filialen schließen, weil sich Migrant*innen weigerten, zur Arbeit zu gehen.

An dem Tag fand der Aktionstag #DayWithoutImmigrants statt, doch den Restaurants und Läden im ganzen Land geschlossen werden mussten. Er war Teil der landesweiten Bewegung gegen Donald Trump, sein Einreiseverbot für Muslim*innen, seinen geplanten Mauerbau an der Grenze zu Mexiko und die Razzien und Abschiebungen von undokumentierten Migrant*innen. Auch wenn die Demokratische Partei angibt, die Rechte der Migrant*innen zu verteidigen, haben sie Millionen von Abschiebungen und Festnahmen durchführen lassen. Ex-Präsident Barack Obama ließ mehr undokumentierte Migrant*innen abschieben als jeder Präsident zuvor.

Der #DayWithoutImmigrants rief im Ausland geborene Arbeiter*innen dazu auf, der Arbeit fern zu bleiben. Im Ausland geborene Studierende und Schüler*innen wurden aufgefordert, nicht zur Universität oder zu Schule zu gehen. Zusätzlich gab es die Aufforderung, an dem Tag keine Waren einzukaufen. McDonalds gehörte dabei zu den am stärksten betroffenen Unternehmen.

„Ich wollte bei McDonalds frühstücken, aber es war geschlossen“, schrieb ein Facebook-Nutzer aus New Jersey. “Ich hörte, es sei geschlossen wegen dem Protest der Migrant*innen. Zuerst war ich genervt, aber dann verstand ich, weshalb der Laden geschlossen blieb. Nun bin ich voller Unterstützung für jeglichen Protest gegen Trump und seinesgleichen.“

Während des Aktionstages waren einige McDonalds-Filialen über den Drive-In erreichbar.

Laut dem Nachrichtensender CNBC könnte der Quartals-Umsatz von McDonalds unter dem Aktionstag leiden. Er war 2016 aufgrund des zusätzlichen Tags im Februar und einer Reihe nützlicher Handelsverträge höher ausgefallen. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass es zu nennenswerten Verlusten kam. Schließlich macht McDonalds einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 24 Milliarden US-Dollar. Diese Summe ist so gewaltig, dass McDonalds zu den 100 größten Volkswirtschaften gehören würde, wenn es ein Staat wäre.

Der #DayWithoutImmigrants zeigt uns die Stärke der Migrant*innen als Teil der arbeitenden Klasse, um multinationale Konzerne wie McDonalds entgegenzutreten. Wenn sich Arbeiter*innen organisieren, können sie die Profitmaximierung der Kapitalist*innen stoppen. Der #DayWithoutImmigrants zeigt uns, dass die Arbeiter*innenklasse Kraft hat und wir auf sie vertrauen sollten. Wir können der Demokratischen Partei nicht vertrauen, die in den letzten acht Jahren Millionen von Migrant*innen abgeschoben hat. Nur unsere eigene Macht wird uns dabei helfen, Abschiebungen zu verhindern, Rechte für Migrant*innen einzufordern und eine Welt ohne Grenzen zu erkämpfen.

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