Jugend

Ein Projekt für Studierende

Ein Projekt für Studierende

Unter dem Titel „Waffen der Kritik“ erscheint seit dem vergangenen Sommersemester regelmäßig ein marxistisches Flugblatt an der Universität Potsdam und der FU Berlin. Herausgegeben wird es von unabhängigen Studierenden in Zusammenarbeit mit RIO. In bisher fünf Ausgaben wurden vor allem nationale und internationale Kämpfe der ArbeiterInnenklasse, insbesondere die Situation in Griechenland, und die notwendige Solidarität zwischen der Jugend und den ArbeiterInnen thematisiert. Das Projekt folgt dabei der Idee, dass sich ein revolutionäres Flugblatt für Studierende nicht auf Uni-Politik beschränken darf.

Dies gilt auch für die wenigen und leider relativ begrenzten Kämpfe der Studierenden, die zuletzt geführt wurden: An der FU gegen die Änderung der „Rahmenstudien- und Prüfungsordnung“ und in Potsdam gegen die vorgeschlagene Schließung der Juristischen Fakultät. Dort intervenierten die AktivistInnen von „Waffen der Kritik“ und versuchten, Solidarität zwischen Studierenden und Beschäftigten als einen notwendigen Schritt zur Durchsetzung der eigenen Interessen zu propagieren. Statt sich auf „runde Tische“ mit Uni-Leitung oder PolitikerInnen einzulassen, wurde argumentiert, dass sich nur durch gemeinsamen und konsequenten Widerstand Veränderungen erreichen lassen.

Im kommenden Semester soll „Waffen der Kritik“ auch regelmäßig in München erscheinen und so von AktivistInnen aus verschiedenen Städten getragen werden. Die politische Ausrichtung der Artikel und Aktionen muss dabei nicht zwingend der von RIO entsprechen, da inhaltliche Fragen von allen Beteiligten gemeinsam diskutiert und beschlossen werden. So wird es für interessierte AktivistInnen möglich, gemeinsame Erfahrungen mit einer revolutionären Organisation zu machen, ohne mit jedem Aspekt der Politik übereinstimmen zu müssen. Der Aufbau einer solchen Gruppierung soll auch ein erster Schritt zur langfristigen Etablierung einer revolutionären Strömung an den Universitäten darstellen, die in der Lage ist, der Hegemonie bürgerlicher Ideologie an den Unis etwas entgegenzusetzen und das Bewusstsein zu schaffen, dass Solidarität zwischen Studierenden und ArbeiterInnen für beide Seiten unverzichtbar ist.

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