Deutschland

​Dortmund: Demo gegen Polizeigewalt und offenes Treffen von KGK

Am 19. November findet in Dortmund eine Demonstration gegen tödliche Polizeigewalt statt. Im Anschluss laden wir alle Interessierten zu einem offenen Treffen von Klasse gegen Klasse ein.

​Dortmund: Demo gegen Polizeigewalt und offenes Treffen von KGK
Foto: Simon Zinnstein / Klasse Gegen Klasse

Im August wurde der Jugendliche Mouhamed Lamine Dramé mit sechs Schüssen von der Polizei in Dortmund getötet. Im Oktober kam es erneut zu einem tödlichen Polizeieinsatz in Dortmund: ein 44-Jähriger starb, nachdem Beamt:innen Elektroschockpistolen gegen ihn einsetzten. Eine vollständige Aufklärung oder Verurteilung der Täter:innen ist nicht zu erwarten.

Unter dem Motto „Es gibt 1000 Mouhameds. Sie verdienen Gerechtigkeit!“ ruft die Initiative #Justice4Mouhamed am 19. November um 13:30 am Dortmunder Hauptbahnhof zur Demo gegen tödliche Polizeigewalt auf. Als Klasse gegen Klasse werden wir uns daran beteiligen.

Offenes Treffen von Klasse gegen Klasse

Im Anschluss an die Demonstration wollen wir alle Interessierten zu einem offenen Treffen einladen. Dies findet um 17:30 Uhr nahe Kampstraße statt (genauer Ort auf Anfrage).
Unsere Themen:

1. Erfahrungsaustausch: Rassismus, Polizeigewalt und die extreme Rechte
Rassismus begegnet uns in vielen Formen: Beleidigungen auf der Straße, Diskriminierung auf Ämtern, schlechtere Arbeitsbedingungen und Löhne für Migrant:innen, Abschiebungen, rassistische Polizeikontrollen, bis hin zur tödlichen Gewalt durch Polizei und Nazis sowie die Unterstützung der NSU-Terrorgruppe durch den Verfassungsschutz. Wie hängen staatlicher Rassismus, Kapitalismus und der Aufstieg der extremen Rechten zusammen?

2. Streiks in der Metallindustrie
Ob gegen Rassismus oder für soziale Verbesserungen: Die Arbeiter:innenbewegung kann nicht auf den Staat vertrauen, sondern muss selbst für ihre Lebensbedingungen kämpfen. Aktuell sind 600.000 Beschäftigte aus der Metallbranche in NRW im Arbeitskampf. Um die Härten der Inflation abzufedern, fordern sie acht Prozent mehr Gehalt. Wo finden Streiks statt, welche Perspektive haben sie und wie können wir sie unterstützen?

3. Wie organisieren wir uns?
Wir wollen uns unabhängig vom Staat organisieren, gegen die Politik der Ampel-Regierung und gegen die Demagogie von CDU und AfD. Wir sehen auch keine Perspektive in Regierungsbeteiligungen wie die Linkspartei, die sich dem kapitalistischen System immer weiter anpasst. Wir wollen eine revolutionäre Partei aufbauen, die sich auf die Selbstorganisierung in Schulen, Unis und Betrieben sowie klassenkämpferische Teile der Gewerkschaftsbewegung stützt. Wir nutzen unsere Zeitung, um den Alltag und die Kämpfe der Jugendlichen und Arbeiter:innen bekannt zu machen. Wir laden auch dich ein, an der Zeitung mitzuarbeiten.

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