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Der Kreißsaal bleibt: Kommt zum nächsten Treffen des Solikomitees!

Nach einer erfolgreichen Kundgebung vor den Feiertagen trifft sich das Solidaritätskomitees für den Erhalt des Kreißsaals am Klinikum Neuperlach am kommenden Dienstag zum zweiten Mal.

Der Kreißsaal bleibt: Kommt zum nächsten Treffen des Solikomitees!
Quelle: eigenes Bild

Im Klinikum Neuperlach im Münchner Osten droht nach einem Stadtratsbeschluss aus wirtschaftlichen Gründen 2024 der geburtshilflichen Abteilung die Schließung. Er soll mit dem Kreißsaal in Harlaching zusammengelegt werden. Das Team des Kreißsaals und der Wochenbettstation in Neuperlach wehrt sich dagegen und fordert den Erhalt der Station. In ihrer Petition, die über 21.000 Unterschriften gesammelt hat, erklären sie, warum ihre Arbeit vor Ort so wichtig ist: Für die Versorgung aller Familien in Neuperlach, in den angrenzenden Stadtbezirken sowie im Umland würde die Schließung eine Verschlechterung bedeuten.

Durch Schließungen, wie sie nun auch in Neuperlach droht, seien, so die Petition, in den letzten 15 Jahren mehr als ein Drittel der Kreißsäle Deutschlands verschwunden. Die Kolleginnen wenden sich ausdrücklich gegen diese Zentralisierungspolitik, die auf Sparmaßnahmen basiere und nicht die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung als Ziel habe. Sie schreiben: „Wir sind gegen profitorientierte Maßnahmen im Gesundheitswesen wie Zentralisierungen sondern für eine patient:innenorientierte Versorgung!“

In ihrem Kampf werden die Kolleg:innen von einem Solidaritätskomitee unterstützt. Dieses setzt sich aus verschiedenen politischen Gruppierungen, wie der Sozialistische Alternative, dem Offene Frauentreffen, Vertreter:innen der Partei DIE LINKE, der Kritischen Medizin und der Revolutionären Internationalistischen Organisation, Gewerkschafter:innen von ver.di und der ver.di-Frauen sowie weiteren  Aktivist:innen zusammen. Bei einem ersten Treffen zeigte sich, dass die Unterstützung für die Kolleg:innen breit ist: In der Gruppe kommen Student:innen der LMU und Katholischen Stiftungshochschule, Rentner:innen und Arbeiter:innen aus verschiedenen Sektoren zusammen.

Gemeinsam mit den Kolleg:innen veranstaltete das Komitee am 19. Dezember am Einkaufszentrum PEP in Neuperlach eine Kundgebung, um im Viertel auf das Thema aufmerksam zu machen. Dort zeigte sich der Effekt, den ihr Kampf bereits hatte: Verschiedene Politiker:innen der Münchner Lokalpolitik von der SPD, den Grünen und sogar von den Freien Wählern machten dort öffentliche Auftritte. Doch noch gibt es keinen Beschluss, die Zusammenlegung der Kreißsäle zu stoppen. Den Druck auf die Politik will das Solikomitee gemeinsam mit den Kolleg:inen deshalb mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen aufrechterhalten, bis der Kreißsaal endgültig erhalten bleibt. Um diese zu planen, trifft sich das Komitee am kommenden Dienstag um 18 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und selbst aktiv zu werden.

Treffen des Solidaritätskomitees für den Erhalt des Kreißsaals
Dienstag, 10. Januar, 18 Uhr
Kreisbüro der Partei DIE LINKE
Schwanthalerstr. 139.

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