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BVG-Streik am Donnerstag!

Am Donnerstag, dem 14. März, werden in Berlin keine Busse fahren. Das hat die ver.di Tarifkommission am heutigen Abend beschlossen. Wir spiegeln eine erste Stellungnahme der Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv.

BVG-Streik am Donnerstag!

Am Don­ner­stag, dem 14. März, wer­den in Berlin keine Busse fahren.

Das hat die ver.di Tar­ifkom­mis­sion am heuti­gen Abend beschlossen. Nach dem ersten Warn­streik am Feb­ru­ar, der einen hal­ben Tag dauerte, hat­ten sich die Vertreter*innen der Gew­erkschaft zwei mal mit BVG-Vor­stand und Kom­mu­nalem Arbeit­ge­berver­band (KAV) Berlin zusam­menge­set­zt. Die Gegen­seite hat­te am let­zten Mittwoch dem 5. März ein ger­adezu belei­di­gen­des Ange­bot von ein­er Lohn­er­höhung von 12% über fünf Jahre abgegeben, die Kern­forderung der Gew­erkschaft von ein­er Arbeit­szeitverkürzung bei vollem Lohnaus­gle­ich (Angle­ichung der “Neubeschäftigten” an die Wochen­stun­den der “Altbeschäftigten”) inklu­sive Bezahlung der Pausenan­teile des Arbeit­stages rund­herum abgelehnt und darüber hin­aus mas­sive Ver­schlechterun­gen bei den Arbeits­be­din­gun­gen einge­fordert.

Die Tar­ifkom­mis­sion hat­te sich in ihrer anschließen­den Sitzung auf den heuti­gen Dien­stag vertagt. Heute wurde nun beschlossen, auf die arro­gante Stel­lung­nahme der Gegen­seite mit einem ganztägi­gen (ca. 03:30–22 Uhr), aber auf den Omnibus­bere­ich begren­zten Streik am 14. März zu antworten.

Die ver.di-Tarifkommission muss für ihre zurück­hal­tende Lin­ie einiges an Kri­tik ein­steck­en. “Das ist krank!”, ist die erste Reak­tion von U‑Bahnfahrer Aimo Tügel, Mit­glied bei ver.di aktiv, “Unsere Vertreterin­nen und Vertreter wer­den von den Mil­lio­nen­schw­eren Bossen ver­arscht, da muss man klare Kante zeigen! Das soge­nan­nte Ange­bot ist ein schlechter Witz. Die Exis­tenz der Gew­erkschaft bei der BVG und das Funk­tion­ieren des Berlin­er Nahverkehrs ste­hen ern­sthaft auf dem Spiel! Der rot-rot-grüne Sen­at muss seine Miss­man­ag­er sofort zurückpfeifen und als Ver­ant­wortlich­er für die Mis­ere der Gew­erkschaft ihre Kom­pro­miss­forderun­gen erfüllen!” Trotz der an der Basis ver­bre­it­eten tiefen Ent­täuschung über das zurück­hal­tende Vorge­hen, sind wir uns vol­lkom­men sich­er, dass die Kolleg*innen im Bus­bere­ich dem Streikaufruf mit aller Energie und vere­int fol­gen wer­den! “Es wird so gut wie keinen Streik­bruch geben! Wir wer­den den Laden dicht machen, damit er nicht zusam­men­bricht”, ver­sichert Wolf­gang Wendt, Bus­fahrer und Mit­glied bei ver.di aktiv.

Eine Stel­lung­nahme der Basis­gew­erkschafts­gruppe fol­gt.

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