Frauen und LGBTI*

„Brot und Rosen“ Lesen

„Brot und Rosen“ Lesen

„Unsere Auf­gabe macht das Leben schön­er, weil wir wis­sen, dass unser täglich­er Kampf dieses Ziel hat: die Emanzi­pa­tion der Frauen, um gemein­sam mit allen anderen Aus­ge­beuteten und Unter­drück­ten für die soziale Rev­o­lu­tion zu kämpfen; die soziale Rev­o­lu­tion, um den Weg der endgülti­gen Befreiung der Frauen und der gesamten Men­schheit zu beschre­it­en, die heute noch von den bru­tal­en Ket­ten des Kap­i­tals gefes­selt wer­den.“ - Andrea D’A­tri

Aber wie ist diese soziale Rev­o­lu­tion zu erre­ichen und wie die Emanzi­pa­tion? Was bedeutet es, dass wir als Frauen* unter­drückt und als Arbei­t­erin­nen aus­ge­beutet wer­den? Welche Rolle spiel­ten Frauen* in den Kämpfen der Ver­gan­gen­heit, und was kön­nen wir aus ihrem Beispiel ler­nen? Welche Strate­gien zur Befreiung schla­gen die ver­schiede­nen Fem­i­nis­men vor?

Andrea D‘Atri gibt in ihrem Buch „Brot und Rosen. Geschlecht und Klassenan­tag­o­nis­mus im Kap­i­tal­is­mus“ Antworten auf diese Fra­gen. Sie tut dies aus marx­is­tis­ch­er Sicht, mit der Überzeu­gung, dass die voll­ständi­ge Befreiung der Frauen* nicht im Kap­i­tal­is­mus erre­icht wer­den kann, wir uns aber den­noch schon heute als Frauen* organ­isieren müssen, um gegen unsere Unter­drück­ung zu kämpfen – gegen Sex­is­mus, gegen Reaktionär*innen, die über unsere Kör­p­er entschei­den wollen, gegen das Kap­i­tal und gegen den Staat. Gle­ichzeit­ig muss dieser Kampf mit ein­er Strate­gie der Über­win­dung des Kap­i­tal­is­mus ver­bun­den wer­den, denn auch wenn die Unter­drück­ung der Frauen* älter als der Kap­i­tal­is­mus selb­st ist, ist sie fest in sein­er Funk­tion­sweise ver­ankert.

Andrea D‘Atri ist Grün­derin der sozial­is­tis­chen Frauenor­gan­i­sa­tion Pan y Rosas in Argen­tinien. Auch in anderen Län­dern wie Mexiko, Brasilien, Chile, Bolivien und im Spanis­chen Staat existiert Pan y Rosas und macht Poli­tik auf Grund­lage dieses Buchs. Wir denken, dass dieses Werk auch für uns ger­ade in Zeit­en von Prekarisierung und Spar­poli­tik – die Frauen* beson­ders betr­e­f­fen – wichtig ist und von allen Frauen* in Europa gele­sen wer­den muss, die sich gegen Unter­drück­ung und Aus­beu­tung organ­isieren wollen. Deshalb wer­den wir es ins Deutsche über­set­zen und laden alle Frauen* ein, es (noch vor der Veröf­fentlichung) gemein­sam mit uns zu lesen und zu disku­tieren. Wenn du Inter­esse hast, bitte melde dich bei uns, oder komm zu unserem ersten Ter­min:

21.10., 18 Uhr

Blauer Salon im Mehring­hof

brotundrosen@klassegegenklasse.org

Brot und Rosen…

…war die Losung eines Streiks von 20.000 Tex­ti­lar­bei­t­erin­nen in Mass­a­chu­setts in den USA im Jahr 1912. Die kämpfend­en Frauen forderten genug für ein Leben (Brot) aber auch für ein schönes Leben (Rosen). Seit damals ste­ht sie für die Kämpfe der Arbei­t­erin­nen um ihre Befreiung. Grup­pierun­gen von kämpferischen Frauen (und LGBT*) in Argen­tinien, Mexiko, Chile, Brasilien, Bolivien und dem Spanis­chen Staat machen als Brot und Rosen (Pan y Rosas/Pão e Rosas in der jew­eili­gen Sprache) klassenkämpferische fem­i­nis­tis­che Poli­tik.

Hier in Deutsch­land geben wir (Frauen* von RIO, der Rev­o­lu­tionären Inter­na­tion­al­is­tis­chen Organ­i­sa­tion, und der rev­o­lu­tionär-kom­mu­nis­tis­chen Jugend in Grün­dung) unter dem Namen Brot und Rosen Flug­blät­ter zu fem­i­nis­tis­chen The­men her­aus, zum Beispiel zum Frauenkampf­tag, zu den Protesten gegen den soge­nan­nten „Marsch für das Leben“ oder zum Streik im Sozial- und Erziehungs­di­enst. Außer­dem ver­anstal­ten wir einen Lesekreis und Work­shops.

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