Deutschland

2000 Menschen demonstrieren in Berlin für die Freiheit Palästinas

Am Sonntag gingen aus Protest gegen die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump 2000 Personen in Solidarität mit Palästina auf die Straße. Trotz kurzfristiger Mobilisierung wurde damit ein starkes Zeichen gegen die Unterdrückung des palästinensischen Volkes gesetzt.

2000 Menschen demonstrieren in Berlin für die Freiheit Palästinas

Seit der Verkün­dung der Entschei­dung Trumps, Jerusalem als Haupt­stadt Israels anzuerken­nen, gab es jeden Tag Massen­proteste in Palästi­na. Diese wur­den immer wieder seit­ens der israelis­chen Besatzungs­macht mit voller Wucht ange­grif­f­en. Trä­nen­gas­granat­en waren da schon fast harm­los, wurde doch auch scharf geschossen und min­destens zwei Demonstrant*innen getötet. Auch Gaza wurde am Don­ner­stagabend vom israelis­chen Mil­itär bom­bardiert. Nichts­destotrotz gab es inter­na­tionale Sol­i­dar­ität für das palästi­nen­sis­che Volk, von New York bis nach Kairo fan­den Kundge­bun­gen und Demon­stra­tio­nen statt.

In Berlin fand am Son­ntag eben­falls eine große Demon­stra­tion statt, die erst zwei Tage vorher angekündigt wurde und vom Demokratis­chen Komi­tee Palästi­na organ­isiert wurde. Dieses ist Teil des Inter­na­tion­al­is­tis­chen Block­es, an dem auch Klasse Gegen Klasse beteiligt ist und die eben­falls zur Demon­stra­tion mobil­isierten. Der Protestzug, der am Rathaus Neukölln begann und über Neukölln nach Kreuzberg führte, fand dabei in den Vierteln statt, wo ein Großteil der palästi­nen­sis­chen Gemeinde in Deutsch­land lebt. Dementsprechend dynamisch und kämpferisch war die Demo, deren Spitze aus einem Frauen­block bestand. Im Laufe der Demo sol­i­darisierten sich viele Passant*innen und schlossen sich der Demo an.

Während der Demo wurde nicht nur die Unter­stützung für Palästi­na betont, son­dern auch der gemein­same Kampf aller unter­drück­ten Völk­er. In diesem Sinne gab es auch laut­starke Parolen für die inter­na­tionale Sol­i­dar­ität und einen gemein­samen gegen den Impe­ri­al­is­mus, der mit sein­er impe­ri­al­is­tis­chen Speer­spitze Israel maßge­blich für das Leid und Elend in der Region ver­ant­wortlich ist. Aber auch die deutsche Regierung unter­stützt den zion­is­tis­chen Staat nach Kräften, weswe­gen es umso bedeu­ten­der ist, dass in den impe­ri­al­is­tis­chen Metropolen für die Befreiung Palästi­nas gekämpft wird.

2 thoughts on “2000 Menschen demonstrieren in Berlin für die Freiheit Palästinas

  1. Zionist*in sagt:

    Antisemit*innen seid ihr, son­st nichts. Wenn es eines weit­eren Beweis­es bedurft hätte, dieser Text liefert ihn!

  2. A.Holberg sagt:

    Die von der PFLP in ihrer jüng­sten Erk­lärung her­vorge­hobene Frage des “Dreiecks” der “Ver­schwörung ist die zen­trale Frage über­haupt. Die PFLP hat recht, wenn sie die Lösung der “Palästi­nafrage”, die nur ein säku­lar­er Staat aller dort Leben­den im gesamten Gebi­et des his­torischen Palästi­nas sein kann, von der poli­tis­chen und sozialen Rev­o­lu­tion im gesamten ara­bis­chen Osten abhängig macht (ob die von ihr unter­nommene Unter­schei­dung zwis­chen den “reak­tionären” ara­bis­chen Reg­i­men von anderen nur tak­tisch ist, weiß ich nicht. Es ist allerd­ings zu befürcht­en, dass dem nicht so ist). Jeden­falls bedeutet das, dass der Wider­stand gegen Trumps neueste Maß­nahme erfol­g­los bleiben wird, denn vom Sturz der “reak­tionären ara­bis­chen Regime”, dem reichen Sau­di Ara­bi­en an der Spitze, kann — soweit man die Zukun­ft überblick­en kann — keine Rede sein. Auch wenn Trump alles Andere als das beab­sichtigt hat, muss man vielle­icht seine jüng­ste Maß­nahme doch begrüßen insofern sie das Gerede von ein­er “Friedenslö­sung” auf der Basis der Anerken­nung zweier Staat­en, einem aus­drück­lich eth­nisch definierten Israel ein­er­seits und einem palästi­nen­sis­chen Rumpf­s­taat, der mehr eine Aneinan­der­rei­hung mehrerer “Ban­tus­tans” oder palästi­nen­sis­ch­er Ghet­tos wäre, auf dem Müll­haufen der Geschichte entsorgt hat. Die eher mäßi­gen Proteste in Palästi­na und der ara­bis­chen Welt deuten darauf hin, dass “die” Araber sich ihrer Lage dur­chaus bewusst sind, auch wenn sie noch keine Alter­na­tive im Auge haben. Die Anerken­nung des realen Kräftev­er­hält­niss­es ist aber die unverzicht­bare wen­ngle­ich noch nicht automa­tisch aus­re­ichende Voraus­set­zung für dessen Verän­derung. Eine andere Voraus­set­zung ist im übri­gen die Ver­ab­schiedung von allen “anti­semi­tis­chen” bzw. im Fall der Araber kor­rek­ter “anti­jüdis­chen” Reflexe wie sie sich bei den jüng­sten Demon­stra­tio­nen in Europa wieder gezeigt haben. Die Gren­ze zwis­chen “Antizion­is­mus” und “Antijudaismus/Antisemitismus” (religiös oder ras­sis­tisch) muss ein­deutig sein, denn nur so ist ein demokratis­ches Palästina/Israel oder wie immer es heißen mag vorstell­bar.

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