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Womens March: Mehr als zwei Millionen demonstrieren in den USA gegen Trump [mit Videos]

Der Women's March am ersten Tag der neuen republikanischen Regierung wurde zu einem massiven Ausdruck der Ablehnung von Trump. Historische Mobilisierungen in den USA und der ganzen Welt bilden den Beginn der neuen Präsidentschaft.

Womens March: Mehr als zwei Millionen demonstrieren in den USA gegen Trump [mit Videos]

Die weltweit­en Mobil­isierun­gen am ver­gan­genen Sam­stag waren his­torisch: Sie zeugten nicht nur von der bre­it­en Ablehnung der Frauen, Migrant*innen und Jugendlichen gegenüber dem neuen US-amerikanis­chen Präsi­den­ten Don­ald Trump. Sie deuteten auch an, dass sein Man­dat von sozialen Bewe­gun­gen und Kämpfen der Unter­drück­ten geprägt sein wird.

Die Demon­stra­tio­nen, die unter dem Hash­tag #Wom­ensMarch in zahlre­ichen Städten der USA stat­tfan­den, über­trafen alle Erwartun­gen. Die rosa­far­be­nen Strick­mützen füll­ten die Straßen von Wash­ing­ton, New York, Los Ange­les, Chica­go, Boston und vie­len weit­eren Städten, um gegen den neuen Präsi­den­ten der USA zu protestieren.

Impac­tante video de la #Wom­ensMarch en Wash­ing­ton. Más de 500.000 per­sonas según diver­sos medios. @rompe_teclas @valeriafgl @sac_diego pic.twitter.com/LAGHKNteR6

— Juan Andrés Gal­lar­do (@juanagallardo1) 21. Jan­u­ar 2017

In der Haupt­stadt erstreck­te sich eine Men­schen­menge von rund 500.000 Men­schen über 1,6 Kilo­me­ter Länge. In Chica­go musste die geplante Demon­stra­tion abge­sagt wer­den, da sich die 250.000 Men­schen über die gesamte Route verteil­ten und ein Fortkom­men unmöglich macht­en.

Así se veía hace una rato la #Wom­ensMarch en Los Ánge­les. La cos­ta oeste tam­bién dijo pre­sente!@rompe_teclas @valeriafgl @sac_diego pic.twitter.com/sbNcKZtSe0

— Juan Andrés Gal­lar­do (@juanagallardo1) 21. Jan­u­ar 2017

Auch in Europa fan­den mas­sive Demon­stra­tio­nen statt: In Lon­don demon­stri­erten mehr als 100.000 Men­schen und in Rom, Paris, Barcelona, Berlin, Ams­ter­dam und anderen Städten fan­den Sol­i­dar­itäts­demon­stra­tio­nen mit dem #Wom­ensMarch statt.

Don­ald Trump hat­te schon im Wahlkampf mit seinen sex­is­tis­chen Aus­sagen, begleit­et von ras­sis­tis­chen und frem­den­feindlichen Äußerun­gen, den Unmut bre­it­er Teile der Bevölkerung auf sich gezo­gen. Neben Trumps reak­tionären Posi­tio­nen hat­ten auch die Forderun­gen repub­likanis­ch­er Senator*innen, nun das Abtrei­bungsrecht weit­er zu beschränken, viele Frauen auf die Straßen gebracht.

Bekan­nte Fig­uren wie der Regis­seur Michael Moore und Fig­uren des linken Flügels der Demokratis­chen Partei wie Eliz­a­beth War­ren ver­sucht­en dabei den Protest für ihre poli­tis­chen Zwecke zu nutzen: Sie riefen, genau­so wie Bernie Sanders, dazu auf, die Führung der Demokrat*innen, die nun in der Oppo­si­tion sein wer­den, nach links zu ver­schieben und zu erneuern. Doch die Anwe­sen­heit von Sanders und War­ren beim Amt­santritt von Trump zeigt, was für eine Oppo­si­tion sie bilden wollen. Während Hun­derte Meter weit­er ent­fer­nt Demonstrant*innen von der Polizei ange­grif­f­en und festgenom­men wur­den, set­zten sie mit ihrer Anwe­sen­heit ein Zeichen, die Regierungs­fähigkeit von Trump sich­ern zu wollen. Doch das Manöver scheit­erte: Die Mobil­isierun­gen waren viel zu groß und unab­hängig, um der zer­split­terten und geschwächt­en Demokratis­chen Partei eine direk­te Stütze zu geben.

Und so set­zte sich am ersten Tag sein­er Präsi­dentschaft fort, was schon nach den Wahlen am 8. Novem­ber begann. Damals demon­stri­erten in dutzen­den US-Städten Zehn­tausende, um deut­lich zu machen, dass Trump nicht ihr Präsi­dent ist. Damit lässt sich schon jet­zt eine mögliche Kon­stante der neuen repub­likanis­chen Regierung aus­machen: Sie wird von Mobil­isierun­gen der Arbeiter*innen, Jugendlichen, Frauen und Migrant*innen begleit­et und unter Druck geset­zt wer­den, damit Trump so wenig von seinem reak­tionären Pro­gramm wie möglich durchzuset­zen kann. Stattdessen sollen die beste­hen­den Errun­gen­schaften vertei­digt wer­den. Die Auf­gabe der rev­o­lu­tionären Linken ist es, inner­halb ein­er solchen Bewe­gung für eine unab­hängige Poli­tik von den bürg­er­lichen Parteien einzutreten.

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