#WirSindInés: Gerichtstermin verschoben

25.01.2024, Lesezeit 2 Min.
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Foto: KGK / Yunus

Heute, also weniger als eine Woche vor dem geplanten Gerichtstermin gegen die Kündigung von Inés, erreichte Inés' Anwalt die Nachricht, dass der Gerichtstermin aus dienstlichen Gründen verschoben wird. Als Ausweichtermin wurde der 17. April bestimmt.

Die Kampagne in Solidarität mit Inés organisiert seit Monaten Widerstand gegen die antisoziale und antigewerkschaftliche Kündigung vonseiten der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg). Mit großem Aufwand waren wir dabei, für den kommenden Mittwoch eine breite Solidaritätskundgebung vor dem Arbeitsgericht zu organisieren. Bei dieser Kundgebung sollten auch Gewerkschafter:innen und Aktivist:innen aus anderen Sektoren von ihren Kämpfen berichten. Denn Inés kämpft nicht allein, sondern ist Teil der kämpferischsten Sektoren der Arbeiter:innenbewegung in diesem Land, und genau das wollten wir bei unserer Kundgebung ausdrücken.

Die kurzfristige Absage des Gerichtstermins und seine Verschiebung um fast drei Monate – falls Inés‘ Anwalt nicht noch einen früheren Termin erwirken kann -, erschweren so de facto unsere Solidaritätsarbeit. Noch dazu ist es eigentlich ein Skandal, dass jemand, der wegen gewerkschaftlichen Engagements fristlos gekündigt wurde, dann schon fast zehn Monate auf eine gerichtliche Entscheidung über die Kündigung warten muss. Während es für die Geschäftsführung der tjfbg, die Inés gekündigt hat, reichlich egal ist, wann dieser Gerichtstermin stattfindet, können solche Verschiebungen für Menschen mit geringem Einkommen durchaus auch einmal existenzbedrohlich werden.

Wir werden auf jeden Fall auch zum neuen Gerichtstermin, sobald er endgültig feststeht, breite Solidarität organisieren. Achtet auf Ankündigungen bei der jungen GEW Berlin und auf unserer Instagramseite @wirsindines.

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