Unsere Klasse

„Wir sind der Hafen“: Kundgebung am 22. August in Bremen

Am 22. August findet in Bremen die zehnte Verhandlungsrunde der Hafenbeschäftigten statt. Lasst uns gemeinsam mit hunderten Hafenarbeiter:innen und Unterstützer:innen ein starkes Zeichen im Kampf gegen die Inflation setzen!

Hafenarbeiter:innen bei der Streikdemonstration während des Warnstreiks am 15. Juli in Hamburg. Bild: Inés In (Klasse Gegen Klasse)

Am 22. August findet in Bremen die zehnte Verhandlungsrunde der Hafenbeschäftigten statt. Die Kolleg:innen fordern angesichts der hohen Inflation einen realen Lohnausgleich sowie eine pauschale Lohnerhöhung von 1,20 Euro pro Stunde für alle Beschäftigten unabhängig von der Lohngruppe. Das Angebot der Bosse hingegen liegt selbst für die oberen Lohngruppen letztlich unter der Inflation. Die unteren Lohngruppen wollen sie sogar mit weniger abspeisen.

Dass dieser Kampf überhaupt in die zehnte Verhandlungsrunde geht, ist letztlich dem Durchhaltevermögen der Kolleg:innen zu verdanken. In den Häfen herrscht seit Jahren Personalmangel und Überstunden werden dadurch für viele zur Normalität. Deshalb brauchen die Kolleg:innen unsere Solidarität.

Sie kämpfen dabei nicht nur für sich selbst, sondern letztlich für uns alle. Die Inflation frisst unser aller Löhne auf. Die Prognosen für die Energiepreise im Herbst und Winter gehen schon jetzt durch die Decke und werden für normale Haushalte immer schlechter zu stemmen sein. Aber auch der wöchentliche Einkauf im Supermarkt wird für uns alle deutlich teurer. Ein realer Inflationsausgleich durch höhere Löhne ist das mindeste, für das wir deshalb kämpfen müssen – nicht nur im Hafen, sondern auch in allen Bereichen des Arbeitslebens. Damit nicht wir diese Krise bezahlen, sondern die Konzerne, die gerade noch Extragewinne durch die gestiegenen Preise einfahren.

Ein Erfolg der Hafenarbeiter:innen könnte eine Signalwirkung haben an Gewerkschaften und Arbeiter:innen in ganz Deutschland, die in den kommenden Monaten ebenfalls für höhere Löhne kämpfen und streiken werden.

Deshalb rufen wir dazu auf, die Kolleg:innen im Hafen am 22. August in Bremen zu unterstützen: mit Solidaritätsbotschaften, aber vor allem damit, dass wir alle gemeinsam in Bremen auf der Straße unsere Unterstützung zeigen!

Eine Kundgebung mit Hunderten oder Tausend Menschen wäre ein starkes Zeichen der Hafenarbeiter:innen, das einmal mehr ihre Entschlossenheit in diesem Kampf demonstriert.

Zeigt euch deshalb solidarisch mit den Kolleg:innen, nehmt Freund:innen, Familie und Kolleg:innen mit und lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass wir Arbeiter:innen nicht diejenigen sind, die diese Krise bezahlen werden.

Schreibt uns gern eine Nachricht, wenn ihr gemeinsam mit uns am 22. August nach Bremen fahren wollt.

Kundgebung der Hafenarbeiter:innen

Wann? Montag, 22. August 9:30 Uhr
Wo? Bredenstraße 2, 28195 Bremen

2 thoughts on “„Wir sind der Hafen“: Kundgebung am 22. August in Bremen

  1. Budak sagt:

    Ich würde sehr gerne unsere Arbeiterinnen und Arbeiter am Hafen mit meiner Präsens unterstützen, können wir KGK und andere Linke Gruppen uns zusammentun und gemeinsam von Berlin nach Bremen fahren??
    Kämpferische Grüße
    Arzu Budak ( Gündüz)

  2. wolfi sagt:

    Dieses Verbot der Demonstrationen zur Kundgebung ist ein krasser Akt gegen das Streik-und Demonstrationsrecht. Wer legt hier Widerspruch ein? Was steckt aber hier dahinter?
    Die Rechte der Herrschenden gehen auch hier vor, dies in einer Situation einer Inflationsrate von weit mehr als 7 oder 8 %, weil der tägliche Warenkorb der Arbeiter keine Berücksichtigung in den Medien hat. Dieser liegt zwischen 15 und 20%. Von daher ist ein sofortiger Vollstreik notwendig, um die Forderungen der Hafenkolleg*innen voll zu erkämpfen. Es ist jedoch auch notwendig klare Kante zu beziehen, gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung , der NATO, der EU, aber auch gegen den Krieg in der Ukraine den Russland vom Zaun gebrochen hat. Denn, wenn 2 imperialistische Staaten gegeneinander im Kieg sind, gibt es nur einen Verlierer, die internationale Arbeiterklasse. Wir sehen heute bereits die Kriegsgewinnler, die Millionen und Milliarden Euro verdienen. Also, warum nicht 2,50 Euro die Stunde fordern? Kolleginnen und Kollegen, ihr habt es in der Hand!
    Diese Zeilen können gerne als Solibotschaft vorgetragen oder übermittelt werden.
    (von Wolfgang ehemaliger Busfahrer der BVG in Berlin)

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