Jugend

Waffen der Kritik München: Ein Jahresrückblick

2016 waren die Aktivitäten von WdK geprägt von antirassistischen Protesten und unserer demokratischen Kampagne an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Waffen der Kritik München: Ein Jahresrückblick

Die Uni­gruppe Waf­fen der Kri­tik hat sich 2016 durch ihre Ver­anstal­tun­gen, Demon­stra­tio­nen und Kam­pag­nen weit­er­en­twick­elt, ist gewach­sen und hat einige Bekan­ntheit unter Aktivist*innen und linken Stud­is in München erlangt. Wir stellen einige High­lights des Jahres zusam­men.

NATO-Sicherheitskonferenz

Die NATO-Sicher­heit­skon­ferenz im Feb­ru­ar ist seit langem ein fes­ter Ter­min für alle linken Aktivist*innen in München. Dieses Jahr beteiligte sich auch Waf­fen der Kri­tik mit eigen­em Flug­blatt und eigen­em Block. Wir beton­ten den gemein­samen Kampf mit Unter­drück­ten und bezo­gen zu den Kon­flik­ten der Zeit eine unab­hängige Posi­tion: Gegen jede Inter­ven­tion von NATO oder Rus­s­land – sei es in Syrien oder son­st wo. Der gut organ­isierte Block zusam­men mit der Afghan Sol­i­dar­i­ty Par­ty, der Alter­na­tiv­en Liste, der Jugend­gruppe Rev­o­lu­tion, der Rev­o­lu­tionär-Kom­mu­nis­tis­chen Jugend (RKJ) und RIO kon­nte mit etwa 100 Teil­nehmenden laufen.

Jugend streikt gegen Krieg und Rassismus

Am 27. April haben wir in einem bun­desweit­en Bünd­nis mit anderen Grup­pen auch in München einen Schul‑, Azu­bi- und Unistreik organ­isiert. Statt Mathe­un­ter­richt und Uni-Sem­i­naren schlossen sich rund 400 Schüler*innen, Student*innen, Azu­bis und Geflüchtete dem Aufruf an. Auf der kämpferischen Demo wurde die bru­tale Kriegs- und Geflüchteten­poli­tik der Bun­desregierung skan­dal­isiert.

AfD raus aus der LMU!

Zeit­gle­ich zu unserem anti­ras­sis­tis­chen Pro­gramm woll­ten Studierende an der LMU die Cam­pus Alter­na­tive, eine AfD-nahe Hochschul­gruppe, akkred­i­tieren lassen. Nach­dem der Akkred­i­tierungsantrag vom Kon­vent der Fach­schaften, der stu­den­tis­chen Vertre­tung, abgelehnt wurde, wandte sich die Cam­pus Alter­na­tive in einem offe­nen Brief an den Uni-Präsi­den­ten Huber. Dieser rev­i­dierte die Entschei­dung des Kon­vents und öffnete somit den Recht­en die Tore an der LMU. In ein­er Peti­tion mit über Tausend Unter­schriften und ein­er Kundge­bung mit mehreren hun­dert Teilnehmer*innen auf dem Geschwis­ter-Scholl-Platz vor dem LMU-Haupt­ge­bäude haben wir den Recht­en aufgezeigt, wie viele Men­schen sich gegen ihre unmen­schliche Poli­tik stellen. Gle­ichzeit­ig wurde die Entschei­dung der Unileitung ange­grif­f­en: die Poli­tik der AfD und ihrer Dem­a­gogen kann nicht durch einen ein­fachen Demokratie-Ver­weis gerecht­fer­tigt wer­den.

Demokratische Kampagne an der LMU

Let­z­tendlich hat­te sich der Kon­vent der Fach­schaften auf Druck der Unileitung dazu entsch­ieden den Hochschul­grup­pen­sta­tus für alle Grup­pen, somit auch der Cam­pus Alter­na­tive, aber auch für Waf­fen der Kri­tik, aufzuheben. Der Kon­vent der Fach­schaften, das ober­ste stu­den­tis­che Gremi­um, hat damit gezeigt, dass er mehr Erfül­lungs­ge­hil­fe für die bürokratis­che Unileitung als eigen­ständi­ge stu­den­tis­che Selb­stver­wal­tung ist. Zu all­ge­mein poli­tis­chen The­men darf er sich nicht äußern – außer Par­tys kann er prak­tisch nichts beschließen. Wir fordern deshalb ein Uni-Par­la­ment in dem alle, die an der LMU arbeit­en, studieren und lehren, mitbes­tim­men dür­fen.

Gegen die Ausgrenzung durch das bayerische Integrationsgesetz

Am 22. Okto­ber haben wir gemein­sam mit einem großen Bünd­nis aus Gew­erkschaften, Parteien und zivilen Organ­i­sa­tio­nen und Geflüchteten gegen das bay­erische Inte­gra­tions­ge­setz in München demon­stri­ert. Geflüchtete und Migrant*innen sollen laut Inte­gra­tions­ge­setz auf eine nicht definierte Leitkul­tur verpflichtet wer­den – das lässt viel Spiel­raum für Willkür. Die kämpferische Demon­stra­tion wurde von Angrif­f­en der Polizei auf Demon­stra­tionsteil­nehmer über­schat­tet. Anfang Dezem­ber wurde dieses aus­gren­zende Gesetz im bay­erischen Par­la­ment beschlossen.

Strategien gegen den Rechtsruck

Im Novem­ber kon­nten wir durch eine Ver­anstal­tungsrei­he zu den Phänome­nen Trump, Erdo­gan und dem bay­erischen Inte­gra­tions­ge­setz mit vie­len Men­schen in Diskus­sio­nen treten: Was lässt sich gegen diese recht­en Krisenele­mente unternehmen? Unsere Posi­tion ist die der Klasse­nun­ab­hänigkeit: Die Arbei­t­en­den, Studieren­den, Frauen, Migrant*innen müssen sich selb­st organ­isieren um für ihre Rechte zu kämpfen. Waf­fen der Kri­tik ist ein Pro­jekt, das sich in diesem Rah­men um die Belange von Studieren­den, in Sol­i­dar­ität mit den Kämpfen Unter­drück­ten, ein­set­zt.

Und nun?

2017 wollen wir mit ein­er Kam­pagne gegen Krieg und Mil­i­taris­mus starten. Im Feb­ru­ar tre­f­fen sich wieder die Kriegstreiber*innen der NATO zur Sicher­heit­skon­ferenz. Bis dahin wollen wir auch die skan­dalöse Waf­fen­forschung an der LMU aufzeigen.

Uns treibt die Frage nach der Gesellschaft an, in der wir leben wollen. Eine Gesellschaft ohne Ras­sis­mus, Sex­is­mus, Homo- und Trans­pho­bie, in der sich jed­er auf­grund der gle­ichen materiellen Grund­lage frei nach seinen Wün­schen ent­fal­ten kann.Du möcht­est auch in dieser Gesellschaft leben?

Dann komm zu unseren Tre­f­fen und lern uns ken­nen! Jeden Don­ner­stag, 18 Uhr im Kul­turladen Wes­t­end.

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