Unsere Klasse

Vom Bildungsstreik zum Generalstreik!

Redebeitrag der AG Arbeitskämpfe in der Versammlung von Studierenden und Beschäftigten in der besetzten Mensa der FU Berlin

Vom Bildungsstreik zum Generalstreik!

// Redebeitrag der AG Arbeitskämpfe in der Versammlung von Studierenden und Beschäftigten in der besetzten Mensa der FU Berlin //

Heute haben wir, Beschäftigte und Studierende, die Mensa dichtgemacht.

Seit mehr als zwei Wochen halten wir den Hörsaal 1A besetzt. Aber seien wir mal ehrlich, wir werden von vielen, gerade der Unileitung, einfach ignoriert. Heute haben wir es geschafft, dass uns niemand ignorieren konnte!

Es stellt sich jetzt die Frage, wie es mit den Besetzungen weitergeht. Für uns von der AG Arbeitskämpfe ist ganz klar, dass wir nur weiterkommen können, wenn Bildungsproteste und ArbeiterInnenkämpfen zusammengeführt werden.

Heute hatten wir ein kleines Beispiel dafür, wieviel Kraft wir haben, wenn wir an einem Strang ziehen. Aber das bezieht sich nicht nur auf die Beschäftigten an dieser Uni. Wir sollten uns z.B. auch mit den Zehntausenden ArbeiterInnen bei Opel solidarisieren, die in diesen Tagen auf die Straße gehen.

Wir können uns sicher sein, dass es unter Schwarz-Gelb mehr Arbeitskämpfe geben wird, und wir müssen immer wieder vorne dabei sein. Wir dürfen unsere Forderungen nicht auf die Studienbedingungen beschränken – denn Kürzungen an den Hochschulen sind nur ein Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Phänomens.

Wir müssen uns für ein Ende prekärer Arbeitsverhältnisse, für ein Ende von Billigjobs, für ein Ende von Massenentlassungen einsetzen. Lasst uns auch keine Illusionen haben: von den 600 Studierenden, die heute hier sind, werden nicht alle ProfessorInnen oder ManagerInnen werden. Viele von uns werden nach dem Abschluss in Callcenters und Cafés landen.

Zum Schluss möchte ich ein kleines Beispiel nennen: bei der letzten großen StudentInnenprotestbewegung, 2006 in Hessen, haben 500 Studierende den Frankfurter Hauptbahnhof blockiert und lahmgelegt. Aber gleichzeitig hätten zwei streikende LokfüherInnen gereicht, um den gleichen Effekt zu erzielen. Das zeigt, wieviel Kraft wir haben, wenn wir mit Beschäftigten gemeinsam kämpfen.

Also wir müssen es hinkriegen, dass Beschäftigte und Studierende gemeinsam streiken! Wir müssen vom Bildungsstreik zum Generalstreik kommen! Danke!

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