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Vivantes-Vertrauensleute solidarisieren sich mit Kolleg*innen in Dachauer Klinikum

Nach dem gerichtlichen Streikverbot gegen die Beschäftigten des Helios-Klinikums Dachau, die für bessere Löhne und mehr Personal kämpfen, zeigen sich Klinikbeschäftigte bundesweit solidarisch. Wir spiegeln die Erklärung der ver.di-Vertrauensleute von Vivantes und deren Tochterunternehmen.

Vivantes-Vertrauensleute solidarisieren sich mit Kolleg*innen in Dachauer Klinikum

Im Bild: Helios-Beschäftigte protestieren für mehr Per­son­al im Kranken­haus.

Solidaritätsbekundung der ver.di-Vertrauensleute Vivantes und deren Tochterunternehmen an die Kolleg*innen des Helios Klinikums in Dachau

Bun­desweit sind wir ger­ade dabei, auf die desas­trösen Missstände im Gesund­heitswe­sen aufmerk­sam zu machen. Der Zus­tand an deutschen Kliniken ist gelinde gesagt ein Alp­traum.
Patient*innen wer­den als Folge der katas­trophalen Gesund­heit­spoli­tik der let­zten Jahre nur als Ware behan­delt. Die Mitarbeiter*innen aller Kliniken haben schon lange eine Gren­ze über­schre­it­en müssen, die man als gesund­heitss­chädi­gend anse­hen muss. Tochterun­ternehmen wer­den gegrün­det, um in ihnen aus beste­hen­den Flächen­tar­ifverträ­gen auszubrechen. Dort wird nicht nur an Per­son­al­stellen ges­part, son­dern sog­ar an ihren Löh­nen.

Wir haben viel zu lange den Ver­sprechun­gen auf Verbesserung aus der Poli­tik und unseren Geschäfts­führun­gen ver­traut. Ihr wirk­lich­er Wille zeigt sich nun im Urteil des Arbeits­gericht­es München. Von oben ist keine Hil­fe zu erwarten, wenn wir nicht bun­desweit den Druck von unten erhöhen.

Faden­scheinig wer­den wir Beschäftigten der Patient*innengefährdung bezichtigt. Dabei machen wir die Öffentlichkeit auf die tägliche Gefährdung unser­er Patien­ten erst
aufmerk­sam.

Schluss mit der emo­tionalen Erpres­sung! Wir haben eine Beruf­sehre und eine Ver­ant­wor­tung unseren Patient*innen gegenüber. Bei­des wird durch die Umwand­lung deutsch­er Kliniken in Fleis­chfab­riken mit Füßen getreten.

Wir verurteilen auf schärf­ste die begrün­dungslose Beschnei­dung eures Streikrechts durch das Arbeits­gericht München. Als nichts anderes ist dieses Urteil zu deuten.

Ihr habt das Recht, für die Verbesserung eur­er Arbeits­be­din­gun­gen zu kämpfen, denn ohne euer Engage­ment wer­den sich diese eher noch ver­schlechtern. Diesen Kampf soll­ten wir nun noch mehr durch Ver­net­zung und Erfahrungsaus­tausch gemein­sam in diesem Land führen.

Wir ste­hen an eur­er Seite und das nicht nur sol­i­darisch, denn unsere Prob­leme und Ziele sind deck­ungs­gle­ich.

Es ist an der Zeit! – Hannes Wad­er

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