Unsere Klasse

ver.di aktiv: Solidarität mit unseren Kolleg*innen in Brasilien!

Die Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv solidarisiert sich mit dem heute stattfindenden Generalstreik in Brasilien und grüßt ihre Kolleg*innen von der U-Bahn São Paulo, die von einem Streikverbot bedroht sind. Wir spiegeln ihre Stellungnahme.

ver.di aktiv: Solidarität mit unseren Kolleg*innen in Brasilien!

Heute, am 28. April 2017, erheben sich große Teile der brasil­ian­is­chen Arbeiter*innenklasse gegen die anti­soziale Poli­tik der Regierung von Michel Temer. Sie leg­en das Land lahm und demon­stri­eren so die Macht der organ­isierten Arbeiter*innen.

Wir, die Basis­gew­erkschafts­gruppe ver.di aktiv, sol­i­darisieren uns mit den Streik­enden!

Tre­fft die Herrschen­den da, wo es sie am meis­ten schmerzt: bei den Prof­iten!

Die Regierung Temer hängt noch stärk­er als die weggeputschte Vorgänger­regierung an der kap­i­tal­is­tis­chen Kette. Ihre Poli­tik dient den großen brasil­ian­is­chen Unternehmer*innen und in bedeu­ten­dem Maße den Investor*innen aus den reichen Län­dern. Ger­ade deutsches Kap­i­tal hat ein starkes Inter­esse, dass die Temer-Refor­men vor­angetrieben wer­den und die Prof­ite steigen. São Paulo ist der größte deutsche Indus­tri­e­s­tandort außer­halb Deutsch­lands. Konz­erne wie Bay­er, Siemens und ins­beson­dere Volk­swa­gen ver­di­enen an brasil­ian­is­chen Arbeiter*innen. Nicht zufäl­lig spielte die Deutsche Bank beim Kor­rup­tion­sskan­dal um den ehe­ma­li­gen Bürg­er­meis­ter eine wichtige Rolle. Deutsche Unternehmen drän­gen auf Besei­t­i­gung des “Reform­staus” und unter­stützen Temer. Es sind also teils sog­ar genau die sel­ben Leute, die euch wie uns das Fell über die Ohren ziehen wollen!

Gegen ihre Angriffe kön­nen wir uns nur durch gemein­samen Kampf wehren. Euer Gen­er­al­streik ist eine große Macht­demon­stra­tion, die wir sehr unter­stützen!

Wir haben gehört, dass der Streik bei der U‑Bahn von São Paulo durch den Staat ille­gal­isiert wer­den soll. Mit der Andro­hung von 29.000 Euro Strafe soll euer Streikrecht gestohlen wer­den. Lasst euch davon nicht ein­schüchtern. Wir sind bere­it Protes­tak­tio­nen und not­falls auch Geld­samm­lun­gen zu organ­isieren, um euch zu vertei­di­gen. Denn der Kampf den ihr heute führt, ist ein weltweit­er Kampf gegen die Diener eines Kap­i­tal­is­mus in der Krise.

Die Kapitalist*innen sollen ihre Krise sel­ber bezahlen!

Von den Berlin­er Verkehrs­be­trieben bis zur Metro São Paulo – die vere­in­ten Arbeiter*innen sind unschlag­bar!

In Sol­i­dar­ität,
Basis­gew­erkschafts­gruppe ver.di aktiv

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