Welt

Venezuela: Linke Gruppen veranstalten eine Anti-Repressions-Kundgebung

Am Dienstag fand in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eine Aktion gegen die Repression statt. Sie wurde von linken Gruppen organisiert und überreichte einen Brief an die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Díaz.

Venezuela: Linke Gruppen veranstalten eine Anti-Repressions-Kundgebung

An der Anti-Repres­sions-Kundge­bung am Dien­stag in Cara­cas nah­men Aktivist*innen der Partei Sozial­is­mus und Frei­heit (PSL) und die Liga Sozial­is­tis­ch­er Arbeiter*innen (Schwes­t­eror­gan­i­sa­tion von RIO, Her­aus­ge­berin von Klasse Gegen Klasse) und Mit­glieder ander­er link­er Grup­pen teil. Sie verurteil­ten die aktuelle Repres­sion­swelle der Regierung. Trotz des Regens und den Mobil­isierungss­chwierigkeit­en in der Stadt, bed­ingt durch Straßensper­run­gen für die Demon­stra­tion der Regierung am sel­ben Tag, fand die Aktion statt.

Die gemein­samen Forderun­gen waren die Verurteilung und Ablehnung gegenüber der repres­siv­en Poli­tik der Maduro-Regierung gegen jede Demon­stra­tion der Unzufrieden­heit, was auch friedliche Märsche und Proteste bein­hal­tet.

Miguel Ángel Hernán­dez (Chef der PSL) hob in sein­er Rede die Ablehnung der Repres­sion, die Forderung nach Befreiung der auf Demon­stra­tio­nen Festgenomme­nen sowie die Ablehnung der Mil­itärurteile für festgenommene Zivile her­vor. Außer­dem stellte er die Forderung nach ein­er unab­hängi­gen Unter­suchungskom­mis­sion, beste­hend aus Men­schen­recht­sor­gan­i­sa­tio­nen und den Opfer­fam­i­lien, welche die wahren Ursachen der bei den Protesten Gestor­be­nen unter­sucht.

Ángel Arias von der LTS unter­stützte den Aufruf zur Aktion und damit sein­er­seits die prinzip­ielle Ablehnung gegenüber der Repres­sion von Demon­stra­tio­nen und Kämpfen, „die nicht nur die Aktio­nen der Recht­en betr­e­f­fen, son­dern auch Kämpfe von Arbeiter*innen, wie vor weni­gen Wochen die Uni­ver­sitäts­beschäftigten zu spüren beka­men. Auch gegenüber den Plün­derun­gen, die ein Aus­druck der Verzwei­flung sind, wen­det die Regierung die bru­tal­ste Repres­sion an und unter­wirft die Festgenomme­nen den Mil­itärg­ericht­en“. Er lehnte außer­dem den de fac­to per­ma­nen­ten Aus­nah­mezu­s­tand ab, der von Maduro kon­tinuier­lich ver­längert wird, und sprach sich für eine Posi­tion aus, die sich sowohl gegen die Regierung von Maduro als auch gegen die MUD und für die Inter­essen der Arbeiter*innen und der armen Massen ausspricht. „Wir brauchen eine unab­hängige Alter­na­tive der Arbeiter*innen, eine eigene Stimme der Arbeiter*innen in der nationalen Sit­u­a­tion. Sich gegen die Repres­sion zu stellen ist Teil des Ver­suchs, eine eigene Stimme zu artikulieren.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.