Venezuela: Die USA zerstören ein weiteres Schiff und töten drei Menschen

17.09.2025, Lesezeit 4 Min.
1
Symboldbild. Foto: Foto: U.S. Naval Forces Central Command/U.S. Fifth Fleet, CC BY 2.0 creativecommons.org, via Wikimedia Commons

Trump hat neue Angriffe auf ein venezolanisches Schiff durchgeführt: Unter dem Vorwand, es handele sich um Drogenhändler, wurden drei Menschen ermordet. US-Truppen raus aus der Karibik!

Nach dem Angriff auf ein Boot mit venezolanischen Zivilist:innen, bei dem am 2. September 11 Menschen getötet wurden, haben die USA einen neuen imperialistischen Angriff durchgeführt. Am 15. September wurde ein Boot in internationalen Gewässern angegriffen, wobei drei Venezolaner getötet wurden, die die US-Regierung als „Drogenterroristen” bezeichnete. Donald Trump erklärte am Montag: „Heute Morgen haben die US-Streitkräfte auf meinen Befehl hin einen zweiten kinetischen Angriff gegen Drogenkartelle und Drogenterroristen durchgeführt, die offiziell als extrem gewalttätig identifiziert wurden”. Es handelt sich erneut um ein imperialistisches Verbrechen, das außerhalb jeglichen rechtlichen Rahmens begangen und damit gerechtfertigt wird, dass der Drogenhandel eine „terroristische“ Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle. Dabei gibt es keinerlei Beweise dafür, dass die getöteten Personen den von den USA ins Visier genommenen venezolanischen Banden angehörten.

Dies ist ein weiterer Schritt in der Einschüchterungskampagne gegen Venezuela, wobei die Trump-Regierung umfangreiche Militäroperationen in der südlichen Karibik durchführt, angeblich um den Drogenhandel zu bekämpfen. In Wirklichkeit zielt sie darauf ab, den venezolanischen Staat zu destabilisieren. Im August hat das US-Justizministerium ein neues Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf den venezolanischen Präsidenten Maduro ausgesetzt und ihn beschuldigt, Kokain und Fentanyl über die venezolanischen Banden „Tren de Aragua“, „Cartel de los Soles“ und das mexikanische „Sinaloa-Kartell“ in die USA zu schmuggeln. Hinter diesen Berichten steht vor allem das Bestreben der Plünderung, Dominanz und geopolitischer Kontrolle über Venezuela.

Eine Eskalation fand bereits am vergangenen Samstag statt, als die US-Armee acht Stunden lang ein venezolanisches Fischerboot in venezolanischen Hoheitsgewässern gekapert hatte. Nach Angaben der Regierung griff ein US-Zerstörer das Thunfischfangboot an und besetzte es mit 18 bewaffneten Männern. Laut Maduro bestand das Ziel dieses Manövers darin, einen Zwischenfall zu provozieren, falls Personen an Bord Waffen besessen hätten. In einer Pressekonferenz am Montagabend verurteilte der venezolanische Staatschef „eine militärische Aggression” gegen sein Land und erklärte, dass „Venezuela nach internationalem Recht berechtigt ist, darauf zu reagieren” und sein „legitimes Recht auf Selbstverteidigung” ausüben werde.

Es ist nicht auszuschließen, dass die amerikanischen Aggressionen in den nächsten Tagen erneut an Intensität zunehmen werden. Auf die Frage nach dem von ihm am Montag beschlossenen Angriff schloss Trump weitere Angriffe auf venezolanisches Gebiet nicht aus und erklärte: „Wir werden sehen, was passiert. […] Venezuela schickt uns seine Gangmitglieder, seine Dealer und seine Drogen. Das ist nicht akzeptabel“. Seine Drohungen richteten sich nicht nur an Drogenhändler: „Wenn ich ein Fischer wäre, würde ich hier nicht fischen wollen… weil ich mir sagen würde: ‚Wenn die denken, dass ich Drogen dabei habe, will ich das nicht.‘ “

Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte seinerseits, dass die USA bereit seien, alles gegen vermeintliche Drogenhändler zu unternehmen und „sie aufspüren, eliminieren und ihre Netzwerke auf dem gesamten Kontinent zu einem Zeitpunkt und an einem Ort ihrer Wahl zerschlagen“ würden. Dies ist eine Möglichkeit, die Tür für eine direkte Intervention gegen Venezuela zu öffnen, da die USA – ohne jeglichen Beweis – davon ausgehen, dass dessen Staatschef und dessen Armee die Anführer eines Kartells sind. Auch Frankreich beteiligt sich an dieser Einschüchterungsaktion mit einer militärischen Verstärkung der Marine in den französischen Kolonien in der Karibik seit August, die mit der Bekämpfung des Drogenhandels begründet wird.

Angesichts dieser inakzeptablen Drohungen ist es unerlässlich, die Aggression gegen Venezuela und eine mögliche militärische Intervention, die die Region ins Chaos stürzen könnte, anzuprangern. Eine Verurteilung, die keinerlei politische Unterstützung für Maduro bedeutet, der sich durch blutige Unterdrückung seiner Bevölkerung und der Arbeiter:innenklasse an der Macht hält. Nein zur imperialistischen Einmischung, US-Armee raus aus der Karibik!

Mehr zum Thema