Unsere Klasse

Unterstützt die Beschäftigten im Botanischen Garten!

Studierende an der Freien Universität Berlin rufen zur Solidarität mit dem Arbeitskampf der Beschäftigten am Botanischen Garten der FU Berlin auf. Aufruf der Revolutionär-kommunistischen Jugend.

Unterstützt die Beschäftigten im Botanischen Garten!

Es müsse ges­part wer­den, meint die Leitung der Freien Uni­ver­sität Berlin, eine soge­nan­nte Exzel­lenz-Uni­ver­sität. Doch von Exzel­lenz bekom­men vor allem die Arbeiter*innen nichts zu spüren. Die neueste Schweinerei sind dro­hen­den Kündi­gun­gen von 31 Kolleg*innen des Botanis­chen Gartens. Das geht ein­her mit ein­er erneuten Aus­gliederung des Besuch­erser­vices an Fremd­fir­men. Mas­sive Arbeit­szeitverkürzun­gen, natür­lich ohne Lohnaus­gle­ich, sind ein Ergeb­nis. Weniger als 1000€ sollen die Kolleg*innen in Zukun­ft ver­di­enen. Kaum genug, um den eige­nen Leben­sun­ter­halt zu betreiben, geschweige denn eine Fam­i­lie zu ernähren. Sie sind sog­ar gezwun­gen, ihren Lohn mit Hartz IV aufzu­s­tock­en. Schon heute ver­di­enen die Arbeiter*innen, die bei der „Betrieb­s­ge­sellschaft für die Zen­tralein­rich­tung Botanis­ch­er Garten und Botanis­ches Muse­um (BG BGBM) angestellt sind – eine hun­dert­prozentige Tochter­fir­ma der Freien Uni­ver­sität – viel weniger als ihre Kolleg*innen, die direkt bei der Uni angestellt.

Doch das lassen sich die Beschäftigten nicht gefall­en. Bere­its vor Wei­h­nacht­en mobil­isierten Kolleg*innen und Studierende gemein­sam zu ein­er Kura­to­ri­umssitzung, bei der die Kündi­gun­gen beschlossen wer­den soll­ten. Die Entschei­dung wurde damals vertagt. Direkt am Anschluss berichteten Kolleg*innen im Foy­er der Sil­ber­laube über ihre Sit­u­a­tion. Gemein­sam mit der Berlin­er Aktion gegen Arbeit­sun­recht und sol­i­darischen Studieren­den beschall­ten wir die Studieren­den mit cool­er Musik und kämpferischen Rede­beiträ­gen. Auch vor dem Botanis­chen Garten verteil­ten Kolleg*innen und Studierende gemein­sam Fly­er an Besucher*innen. Der regierende Bürg­er­meis­ter Michael Müller (SPD) erhielt eben­falls einen Besuch der Kolleg*innen. Der Betrieb­srat über­gab ihm stolz einen Pfen­nig­baum und machte auf die Sit­u­a­tion aufmerk­sam.

Von der Uni-Leitung fordern wir:

  1. Keine Kündi­gun­gen!
  2. Keine Ver­schlechterung der Arbeits­be­din­gun­gen!
  3. Neuanstel­lun­gen im Botanis­chen Garten, damit die krasse Arbeits­be­las­tung der Kolleg*innen ein Ende hat!
  4. Gle­ich­er Lohn für gle­iche Arbeit!

Wir rufen den AStA, alle Hochschul­grup­pen, Studierende und Beschäftigte dazu auf, sich an den Aktio­nen der kämpfend­en Beschäftigten zu beteili­gen und sich mit ihnen sol­i­darisch zu zeigen. Denn diese Uni­ver­sität gehört nicht der Uni-Leitung, son­dern uns, den Kolleg*innen und Studieren­den!

Am 30. Jan­u­ar um 19:45 Uhr ist die näch­ste große Aktion vor dem Hauptein­gang des Botanis­chen Garten (Köni­gin-Luise-Straße 6–8) geplant. Mit Pauken und Trompe­ten sollen die Bosse die Sol­i­dar­ität der Studieren­den zu spüren bekom­men.

Am 3. Feb­ru­ar um 12 Uhr gibt es ein Teach-In im Foy­er der Sil­ber­laube vor der Men­sa. Betrof­fene Kolleg*innen, Lehrbeauf­tragte der FU, Beschäftigte ander­er Branchen und Studierende wer­den dort die Möglichkeit haben, das Wort zu ergreifen.

Am 22. Feb­ru­ar find­et die näch­ste Sitzung des Kura­to­ri­ums statt.
Dort sollen die Kündi­gun­gen endgültig beschlossen wer­den. Lasst uns auch dort gemein­sam unsere Wut über die geplanten Angriffe zum Aus­druck brin­gen.

Wenn du über weit­er Aktio­nen informiert wer­den und/oder diesen Aufruf unter­stützen willst, schreibe uns an unter: rkjugend1917@gmail.com

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