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TVStud: Eine neue Studierendenbewegung

Am 1. Mai gingen sie unter anderem in Aachen und Leipzig, in Göttingen und Hamburg auf die Straße: Studierende, die sich unter der Parole "Keine Ausnahme!" für bessere Bezahlung und mehr Mitbestimmung von Hilfskräften engagieren. Ihr Ziel ist der TVStud - also ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte, den sie in allen Bundesländern durchsetzen möchten. Bislang gibt es einen solchen nur in Berlin, zuletzt abgeschlossen im Jahr 2018.

TVStud: Eine neue Studierendenbewegung
Foto: TVStud Aachen

Dieser Artikel wurde erstmals beim Magazin „Sprachrohr, Asta der Fernuni Hagen“ veröffentlicht.

„Wir haben insgesamt 40 Tage für einen neuen Tarifvertrag gestreikt“, erklärt Yunus Özgür, der als studentische Hilfskraft der FU Berlin dabei gewesen ist. Das sei nur möglich gewesen, weil die Aktionen nicht bloß von ein paar Menschen an der Spitze der Gewerkschaften geplant, sondern immer wieder basisdemokratisch diskutiert und beschlossen worden sein. So sei es gelungen, eine große aktive Basis an Mitstreiter*innen zu gewinnen, die „den Kampf selber in die Hände nehmen und sagen: Wir sind die Gewerkschaft!“

Als entscheidenden Faktor nennt er außerdem den Zusammenschluss mit anderen Beschäftigten, zum Beispiel den „ausgelagerten Krankenhausbeschäftigten von Vivantes, die auch für einen Tarifvertrag gekämpft haben“ und das Aufgreifen aktueller politischer Themen aus studentischer Perspektive. So sei es gelungen, über die Hochschulen hinaus breite gesellschaftliche Unterstützung für die eigenen Ziele zu erzielen.

Diesen Berliner Erfolg nehmen sich jetzt die Aktiven in anderen Bundesländern zum Vorbild. Die Petition auf der Seite www.tvstud.de wird von den Gewerkschaften GEW und ver.di vorangetrieben und bereits von zahlreichen Mitarbeiter*innen und Studierenden deutscher Hochschulen unterstützt.

Auch an der FernUni hat sich im April eine TVStud-Gruppe gegründet, die über die Rechte von studentischen Beschäftigten aufklären und ihre Bedürfnisse und Forderungen für Verbesserungen zusammentragen möchte, um sie in zukünftige Tarifverhandlungen einfließen zu lassen. Sie ist auf Instagram und Facebook unter www.instagram.com/tvstud.hagen/ und www.facebook.com/TVStud-FernUni-Hagen-101211118780562 vertreten.

Für Mittwoch, 14. Juli 2021 um 18 Uhr lädt außerdem die gewählte Vertreterin für die Belange der studentischen Hilfskräfte, Annette Stute, zu einer virtuellen SHK-Vollversammlung ein. Den Link dazu gibt es auf Anfrage bei shk@asta-fernuni.de – Die Versammlung bietet den Raum für alle SHK, sich mit anderen über ihre aktuelle Lage auszutauschen und alle Fragen, Ideen und Anregungen mit ihnen zu teilen.

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