Frauen und LGBTI*

Studierendenparlament der FU Berlin ruft zum Frauen*streik auf!

Auf Antrag der Hochschulgruppe organize:strike beschloss das Studierendenparlament der FU Berlin eine Resolution, die zum Frauen*streik aufruft und sich mit den Arbeitskämpfen in Berlin wie TV-L, CPPZ oder BVG-Streiks solidarisiert.

Studierendenparlament der FU Berlin ruft zum Frauen*streik auf!

Wir veröf­fentlichen hier die Res­o­lu­tion, die von der Hochschul­gruppe organize:strike einge­bracht und vom Stu­Pa beschlossen wurde.

Das Studieren­den­par­la­ment der FU Berlin sol­i­darisiert sich mit den Mobil­isierun­gen für einen Frauen*streik am 8.März und begrüßt die Ini­tia­tive der Frauen in Deutsch­land nach den inter­na­tionalen Mobil­isierun­gen in anderen Län­der wie Spanien, Polen oder Argen­tinien, eine kämpferische Frauen­be­we­gung in Deutsch­land aufzubauen.

Darüber hin­aus unter­stützt das Studieren­den­par­la­ment die Forderun­gen, die bei der Vol­lver­samm­lung der Studieren­den und Beschäftigten an der FU am 29. Jan­u­ar beschlossen wur­den und erk­lärt sich sol­i­darisch mit den Mobil­isierun­gen an der Freien Uni­ver­sität Berlin für den Frauen*streik.

Fern­er sol­i­darisiert sich das Studieren­den­par­la­ment mit den aktuellen Arbeit­skämpfen in Berlin, bei denen am 13. Feb­ru­ar Mittwoch 12.000 Lan­des­beschäftigte, darunter auch die Hochschulbeschäftigte und stu­den­tis­che Beschäftigte der Freien Uni­ver­sität Berlin, gestreikt haben. Seine Sol­i­dar­ität gilt auch für die Beschäftigte der BVG, die am 15. Feb­ru­ar zum Streik aufgerufen sind, und für die Therapeut*innen an der Char­ité (CPPZ), die sich in einen unbe­fris­teten Streik befind­en, sowie alle weit­eren Arbeit­skämpfen in Berlin.

Begrün­dung:

An der Freien Uni­ver­sität Berlin (FU) wurde eine gemein­same Vol­lver­samm­lung der Studieren­den und Beschäftigten am 29. Jan­u­ar unter dem Mot­to „Frauen*streik und TV‑L verbinden!“ ver­sam­melt. Am sel­ben Tag streik­ten die Hochschulbeschäftigten zum ersten Mal in der aktuellen Tar­ifrunde des Tar­ifver­trags der Län­der.

Studierende und Beschäftigte haben über die patri­ar­chalen Ver­hält­nisse, Prekarisierung und Missstände an der Uni­ver­sität disku­tiert und Forderun­gen aufgestellt, bevor sie sich der TV‑L Streikdemon­stra­tion im Cam­pus angeschlossen haben.

Die Vol­lver­samm­lung beschloss ein­stim­mig;

- einen Aufruf an die Gew­erkschaften zu machen, vor allem an ver.di und GEW, dass sie zum 8. März Bun­desweit zum Streik aufrufen, die geplanten Streikak­tiv­itäten mit den Aktio­nen des Frauen*streiks koor­dinieren, beson­ders am 8.März Per­son­al- und Betrieb­sver­samm­lun­gen zu machen, damit die Beschäftigten über sex­is­tis­che Arbeits­be­din­gun­gen reden und sich an der Demo zu beteili­gen kön­nen,

- einen Aufruf an den Berlin­er Regierungsparteien, SPD, Grü­nen und der Linken, dass die aus­gegliederten Tochterun­ternehmen voll­ständig zurück­ge­führt wer­den und Befris­tun­gen, Out­sourcings und Lei­har­beit ver­boten wird,

- einen gemein­samen Uni-block von Studieren­den und Beschäftigten der Berlin­er Uni­ver­sitäten der Frauen*streik-Demonstration am 8. März zu bilden,

- an der FU Berlin eine offene Basiskomi­tee zum Frauen*streik zu bilden, um spez­i­fis­chere Forderun­gen festzule­gen und Ange­hörige der Uni für den Frauen*streik zu mobil­isieren und dazu aufrufen, dass in anderen Orten, das­selbe getan wird,

- weit­ere Sol­i­dar­ität mit den TV‑L Streiks zu organ­isieren,

- eine Aktion an der Uni am 14. Feb­ru­ar und Work­shops zu geschlechterg­erechtem Lehren,

- den AStA der FU dazu aufzu­fordern, eine Vol­lver­samm­lung Anfang des kom­menden Som­merse­mes­ters zu weit­eren kämpferischen Per­spek­tiv­en nach 8.März mitzuor­gan­isieren.

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