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Streik im Spreewald

Beschäftigte im Einzelhandel fahren ins brandenburgische Lübbenau

Streik im Spreewald

// Beschäftigte im Einzelhandel fahren ins brandenburgische Lübbenau //

Am Freitag, den 25. Oktober, demonstrierten 300 Beschäftigte von Kaufland, Thalia und Real durchs brandenburgische Lübbenau. Auf dem Weg von einer Kaufland-Lagerhalle zu einer Kaufland-Filiale skandierten sie ihre Forderung nach besseren Tarifverträgen. Die bestehenden Verträge wurden Anfang des Jahres vom Kapital aufgekündigt.

Die Beschäftigten kamen aus Berlin und Oranienburg zur Unterstützung und Ausweitung ihres Arbeitskampfs. Nach der Abschlusskundgebung kam es zu kleinen Sabotage-Aktionen: Einzelpersonen füllten in der Kaufland-Filiale ihre Einkaufswagen und ließen diese entweder im Geschäft oder auf den Fließbändern der Kassen stehen. Als die Waren schon gescannt waren, sagte ein Aktivist: „Tut mir Leid, für 55,15 Euro reicht mein Lohn leider nicht. Na, zum Glück wird ja heute gestreikt.“

Der Streik wurde auch von AktivistInnen der Gruppe „Waffen der Kritik“ unterstützt. Sie verteilten Flugblätter mit Vorschlägen zur Ausweitung der Streiks. In ihren Redebeiträgen berichteten sie von Lehren aus anderen Streiks: „Ganz wichtig sind Strukturen, mit denen die Kolleginnen und Kollegen den Streik selber in die Hand nehmen.“

Diese Unterstützung wurde von den KollegInnen lautstark begrüßt: „Man muss Veranstaltungen organisieren, wie die Kollegen Betriebsgruppen gründen können, um mehr selber machen zu können“, so ein Streikender.

Bundesweit waren auch Kaufhof-Beschäftigte im Streik. Sie befinden sich jedoch in gesonderten Verhandlungen mit den so genannten „Arbeitgebern“, weshalb sie am Freitag parallel zur Demo in Lübbenau am Ku’damm demonstrierten..

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