Unsere Klasse

Solidarität mit dem Streik der LehrerInnen

Flug­blatt zum Streik der LehrerIn­nen

Solidarität mit dem Streik der LehrerInnen

// Flug­blatt zum Streik der LehrerIn­nen //

Schon im let­zten Jahr haben die die Sol­i­dar­itäts­bekun­dung der angestell­ten LehrerIn­nen der Berlin­er Schulen eine Woche im Mai gestreikt. Viele Schü­lerIn­nen waren damals bei dem von uns und der Gruppe Rev­o­lu­tion organ­isierten Schul­streik, um ihre Sol­i­dar­ität zu bekun­den.

Weil die Streiks aber bis jet­zt ohne Erfolg geblieben sind, wird am 21. und 22. erneut die Arbeit niedergelegt; es ist der Ver­such, die Igno­ranz des Sen­ats zu brechen.

Darum ist es möglich, dass dieses Jahr auch die Abitur­prü­fun­gen bestreikt wer­den. Ins­beson­dere die Anwe­sen­heit und Schü­lerIn­nen kann Aufmerk­samkeit erre­gen und die LehrerIn­nen motivieren, weit­er zu kämpfen.

Wir denken, dass die GEW den Schul­ter­schluss mit anderen unter­drück­ten Sek­toren, wie den Flüchtlin­gen, Frauen, Min­der­heit­en Schü­lerIn­nen und vor allem mit anderen streik­enden Arbei­t­erIn­nen suchen sollte, um die reichen Bonzen und deren Vertreter in der Lob­by des Sen­atswirk­lich unter Druck set­zen zu kön­nen, um den Sen­at dazu zu bewe­gen, einzu­lenken.

Aber warum ist der Streik der LehrerIn­nen eigentlich eine Aktion, die uns Schü­lerIn­nen inter­essieren sollte?

Wir lei­den bei­de unter dem gle­ichen Bil­dungssys­tem, man kön­nte sagen, wir sitzen im sel­ben leck­enden Boot. Die Unzufrieden­heit und die Über­las­tung der LehrerIn­nen wirkt sich ver­ständlicher­weise auf den Unter­richt aus, der für uns dann noch unin­ter­es­san­ter wird, das Geld, das einges­part wird, fehlt bei unseren Unter­richts­ma­te­ri­alien und führt zu Unter­richt­saus­fall, weil LehrerIn­nen krank wer­den oder es nicht genug Vertre­tun­gen gibt (neben­bei: Was für ein Armut­szeug­nis für das Bil­dungssys­tem, dass es uns freut, wenn Unter­richt aus­fällt).

Die GEW fordert eine Angle­ichung der Einkom­men­su­n­ter­schiede zwis­chen Beamten und LehrerIn­nen, sowie Arbeits­be­din­gun­gen, „die eine Gesun­der­hal­tung der Lehrkräfte bis in hohe Alter ermöglichen“.

Diese Forderun­gen unter­stützen wir, hal­ten sie aber lange nicht für aus­re­ichend. Wir möcht­en ein Bil­dungssys­tem, in dem wir gemein­sam mit LehrerIn­nen bes­tim­men, was gel­ernt wird und in welch­er Zeit, wir möcht­en keine Leis­tungskon­trollen mehr, wir möcht­en kein Bil­dungssys­tem mehr, das uns psy­chisch kom­plett zer­stört. Dies zu erre­ichen ist eine Illu­sion, wenn um das Boot die ganze Zeit ein Sturm tobt.

Denn die Auf­gabe des Bil­dungssys­tems im Kap­i­tal­is­mus ist die Vor­bere­itung darauf, in das Sys­tem zu passen, darum kann der Kampf für ein besseres Bil­dungssys­tem nicht los­gelöst sein vom Kampf gegen den Kap­i­tal­is­mus. Es kann kein demokratis­ches Bil­dungssys­tem in ein­er undemokratis­chen Welt geben.

  • Für die Ein­heit von Schü­lerIn­nen und LehrerIn­nen!
  • Gle­ich­er Lohn für gle­iche Arbeit! Für Arbeits­be­din­gun­gen, die ein gesun­des Leben ermöglichen!
  • Für eine Reduzierung der Arbeit­szeit bei gle­ichem Lohn!
  • Für ein wirk­lich demokratis­ches Bil­dungssys­tem!

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