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Riesiger Abschied von Ezequiel und Laura: Zwei Genoss*innen, die in unserem Kampf weiterleben

Am Donnerstag fand eine große Gedenkveranstaltung an der Universität La Plata in Argentinien statt. Denn am Sonntag sind Ezequiel Castro und Laura Rimedio, zwei Mitglieder der Partei Sozialistischer Arbeiter*innen (PTS), verstorben. Ihre Verwandten und Genoss*innen haben nun ihre viel zu kurzen Leben gewürdigt.

Riesiger Abschied von Ezequiel und Laura: Zwei Genoss*innen, die in unserem Kampf weiterleben

Der große Saal der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität La Plata war schon voll mit Transparenten und Plakaten, als hunderte Menschen hinein kamen. „Lau und Eze leben weiter in unseren Kämpfen“ hieß es auf einem roten Banner der PTS-Jugend. Große Fotos von Ezequiel Castro und Laura Rimedio hingen hinter der Bühne.

Am Sonntag sind die zwei Genossen in einem Unfall verstorben. Hunderte Kondolenzschreiben kamen von linken und gewerkschaftlichen Organisationen. Auf der Gedenkveranstaltung am Donnerstag kamen Mitglieder der PTS genauso wie Verwandte und Arbeitskollegen der beiden zusammen. Deutlich wurde. In den Gewerkschaften, in denen sie aktiv waren, waren sie als konsequente Kämpfer*innen sehr geschätzt. Und genauso an der Universität, wo sie vor zehn Jahren studierten und erstmals zu revolutionären Aktivist*innen wurden.

Viele Reden erinnerten sich an Lau und Eze. Die letzte Rede hielt Christian „Chipi“ Castillo, Leitungsmitglied der PTS aus La Plata:

Die Religionen versuchen, die Angst vor dem Tod zurückzudrängen, mit der Idee eines Lebens im Jenseits. (…) Wir verabschieden uns von Genoss*innen als Atheist*innen und Materialist*innen. Wir glauben nicht an etwas, das über unsere materielle Existenz hinausgeht. Es ist ein schwieriges Problem. Denn wenn man nicht Teil eines kollektiven Projektes ist, wenn man nicht dafür kämpft, über diese Existenz hinauszugehen (und zwar nicht mit einem mystischem Glauben), dann verliert das Leben irgendwie Sinn. Diese Veranstaltung zeigt in irgendeiner Art und weise, dass Laurita und Ezequiel nicht ganz tot sind. Warum? Die Anwesenheit ihrer Verwandten und Genoss*innen (…), zeigt dass sie über sich selbst hinausgegangen sind sind. Und das haben sie aufgrund ihrer Überzeugungen geschafft. Sie haben ihre Leben einer Sache gewidmet, von der sie vollständig überzeugt waren. (…)

Heute bedroht der Kapitalismus, mit seiner Irrationalität, das Leben selbst. Deswegen soll unsere politische Aktivität, immer sehr intensiv, denjenigen etwas hinterlassen, die eine bessere Existenz haben wollen. Generationen der Ausgebeuteten haben für eine Gesellschaft in Gleichheit gekämpft. (…) Es ist der Kampf für eine andere Gesellschaft, in der die Verkürzung der Arbeitszeit dazu führt, dass die Freizeit für alle ist, in der die Kunst und die Kultur im Dienst der Bevölkerung stehen. Wir wollen die Türen der wahren Zivilisation öffnen. Das war das Ziel, für das Laura und Ezequiel gekämpft haben. Diese Veranstaltung ist eine große Würdigung ihres Kampfes.

Wir sind wütend und traurig, aber auch sehr stolz. Weil ihre Arbeitskolleg*innen so viel von ihnen gehalten haben. Und es gibt hunderte Mitglieder der PTS, die genauso sind. Die Anerkennung, die sie für ihre Kämpfe in den Gewerkschaften, in den Fakultäten, an den Arbeitsplätzen bekommen, das ist unser Stolz.

Eze und Laurita: Immer bis zum Sozialismus!

Viel Kraft, Fede!

 

Am Ende der Veranstaltung haben alle ihre Fäuste gereckt, um die Internationale zu singen.

ein ausführlicher Bericht auf Spanisch auf unserer Schwesterseite LaIzquierdaDiario

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