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#ResistTrump: Proteste in Washington D.C. und weltweit gegen Trumps Amtseinführung [Mit Videos]

Tausende gingen gestern in Washington D.C. und in der ganzen Welt auf die Straße, um gegen die Amtseinführung Donald Trumps zu protestieren. Es kam zu Polizeirepression. In seiner Antrittsrede bestätigte Trump den Kurs seines Wahlkampfs.

#ResistTrump: Proteste in Washington D.C. und weltweit gegen Trumps Amtseinführung [Mit Videos]

Don­ald Trump has got to go!“ riefen die tausenden Demonstrant*innen gestern in Wash­ing­ton D.C., die bei der Amt­se­in­führung des neuen Präsi­den­ten der USA, Don­ald Trump, protestierten. Sie block­ierten sechs der zwölf Eingänge zur Verei­di­gung und zur Trump­pa­rade, an den restlichen fan­den teils Aktio­nen statt. An ver­schiede­nen Punk­ten der Stadt fan­den Kundge­bun­gen und um die 60 Demon­stra­tio­nen statt.

Die Proteste wur­den organ­isiert von Gewerkschaftsaktivist*innen, linken Grup­pen und Aktivist*innen der Black Lives Mat­ter Bewe­gung. Die Polizeire­pres­sion war teils heftig, sie ging gewalt­sam mit Trä­nen­gas gegen Protestierende vor. Mehr als 200 Aktivist*innen wur­den ver­haftet.

Die Aktivist*innen protestierten gegen die Abschiebun­gen, die Don­ald Trump in seinem Wahlkampf angekündigt hat­te. Sie richt­en sich gegen seinen Ras­sis­mus, seinen Sex­is­mus und seine Islam­feindlichkeit. Sie demon­stri­eren gegen den US-Impe­ri­al­is­mus und Trumps Gew­erkschafts­feindlichkeit. Sie forderten die Schließung von Guan­tanamo und das Ende der Besatzung Palästi­nas. Gemein­sam wollen sie dem neuen Präsi­den­ten die Botschaft senden, dass er seine Agen­da der Unter­drück­ung nicht ohne Wider­stand durch­führen kann.

Unsere Schwest­er­seite Left Voice streamte live von den Protesten:

Trump bestätigte in sein­er Rede die pro­tek­tion­is­tis­chen und Migrant*innenfeindlichen Töne seines Wahlkampfs. Der Predi­ger, der bei der Verei­di­gung redete, ist bekan­nt für seine homo­phoben und antimus­lim­is­chen Posi­tio­nen. Während einige Abge­ord­nete der Demokratis­chen Partei sich den Demon­stri­eren­den anschlossen, nahm Bernie Sanders an der Vereidigung teil.

#Resist­Trump hieß es auch in anderen Städten der USA, in Mexiko und in den Haupt­städten viel­er ander­er Län­der. Organ­i­sa­tio­nen von Bauern*Bäuerinnen und Gewerkschafter*innen beset­zten Brück­en an der Gren­ze zwis­chen Mexiko und den USA. In Lon­don wur­den Ban­ner an mehreren großen Brück­en ange­bracht.

Auch in Deutsch­land demon­stri­erten Men­schen gegen Trumps Verei­di­gung. In Berlin ver­ban­den sie ihren Protest mit dem Protest gegen die AfD. Sie zeigten ihre Ablehnung des Sex­is­mus und des Ras­sis­mus von Trump und AfD und beton­ten, dass bei­de zutief­st arbeiter*innenfeindliche Poli­tik betrieben. Auch Lukas S., Arbeit­er im Botanis­chen Garten, wo sich die Kolleg*innen ger­ade Uni und Sen­at durchge­set­zt haben, hielt eine Rede.

 

Am heuti­gen Sam­stag wer­den noch mehr Protestierende zum Women‘s March on Wash­ing­ton erwartet. Die Forderun­gen sind unter anderem ein Ende der ras­sis­tis­chen und homo­phoben Diskri­m­inierung und der Polizeige­walt. Die Teilnehmer*innen fordern Lohn­gerechtigkeit und einen Min­dest­lohn von 15 Dol­lar. Sie nehmen so wichtige Forderun­gen der sozialen Bewe­gun­gen in den USA auf.

Weit­ere Videos vom gestri­gen Tag

In Mexiko-City

Über die Polizeire­pres­sion

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