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Personalrat Dahlem: SHAME ON YOU!

Das Präsidium der Freien Universität Berlin beantragt ein Personalratsmitglied zu kündigen und der zuständige Personalrat Dahlem stimmt der Kündigung zu! Die Betriebsgruppe hat dazu eine Resolution verabschiedet.

Personalrat Dahlem: SHAME ON YOU!

Unsere Recherchen ergeben, dass die zuständi­ge Vor­sitzende des Per­son­al­rats eine Stab­sstelle inner­halb des Prä­sid­i­ums gehört und dort über­greifende IT-Pro­jek­te der Freien Uni­ver­sität Berlin betreut. Wir rufen dazu eine Email an den Per­son­al­rat Dahlem zu schreiben, um ihn daran zu erin­nern, dass er eine Inter­essen­VERtre­tung der Beschäftigten und keine Inter­essen­WEGtre­tung ist: personalrat-dahlem@fu-berlin.de

Unten­ste­hend spiegeln wir die Res­o­lu­tion der Betrieb­s­gruppe der Freien Uni­ver­sität:

Ein­stim­mig angenommene Res­o­lu­tion der Ver­trauensleute-Ver­samm­lung der ver.di-Betriebsgruppe der Freien Uni­ver­sität vom 10.9.2019

Skandal: Kündigungsversuch des Präsidiums der Freien Universität Berlin gegen Mitglied des Gesamtpersonalrats

Am 28.8.2019 hat die Dien­st­stel­len­leitung der FU den Ver­such unter­nom­men, gegen einen ver.di-Kollegen, Mit­glied im Gesamt­per­son­al­rat (GPR), eine außeror­dentliche krankheits­be­d­ingte Kündi­gung zu vol­lziehen, was vor­erst durch den GPR ver­hin­dert wer­den kon­nte. Die Leitung benutzt hier das schärf­ste Schw­ert, das ihr zur Ver­fü­gung ste­ht, um einem Kol­le­gen, der sich in ver­schiede­nen ehre­namtlichen Funk­tio­nen für die Inter­essen der Beschäftigten engagiert hat, die Exis­ten­z­grund­lage zu rauben.

Wir ver.di-Vertrauensleute sehen darin einen Angriff nicht nur auf einen einzel­nen Kol­le­gen, son­dern auf alle, die der Leitung unbe­quem sind. Ins­beson­dere der von ver.di gestellte Gesamt­per­son­al­rat (GPR) hat aktuell wohl den Unmut der Leitung her­vorgerufen, da er sich zum Beispiel gegen die Bas­ta-Poli­tik beim Betrieb­surlaub, gegen Mis­sach­tung des Schutzes der Beschäftig­ten­dat­en und für die Respek­tierung sein­er Mitbes­tim­mungsrechte ein­set­zt. Mit dem Angriff auf eines sein­er Mit­glieder sollen die Mit­glieder des Gremi­ums eingeschüchtert und andere Beschäftigte abgeschreckt wer­den, zukün­ftig für die Inter­essen der FU-Beschäftigten einzutreten.

Da der GPR selb­stver­ständlich dem Antrag der Dien­st­stelle die Zus­tim­mung ver­weigert hat, müsste diese nach der Geset­zes­lage nun vor das Berlin­er Ver­wal­tungs­gericht ziehen, um die fehlende Zus­tim­mung des GPR erset­zen zu lassen. Zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt haben wir keine Infor­ma­tion, ob die FU das tun wird.

Wir fordern die sofor­tige Rück­nahme des Antrags auf Kündi­gung!

Wir wer­den jet­zt und in Zukun­ft Angriffe auf engagierte Kol­legin­nen und Kol­le­gen nicht dulden!

Skandal im Skandal: Das Verhalten des Personalrats Dahlem (PRD)

Der betrof­fene Kol­lege war zum Zeit­punkt des Kündi­gungsantrags auch Mit­glied des Per­son­al­rats Dahlem. Daher musste die Dien­st­stelle einen entsprechen­den Antrag auch an den PRD stellen. Ob man es nun glaubt oder nicht: Dieser „Per­son­al­rat“ hat beschlossen, dem Kündi­gungsantrag der Dien­st­stelle zuzus­tim­men! Deut­lich­er kann man nicht zeigen, wessen Inter­essen man eigentlich ver­tritt. Welchen Schutz kön­nen Beschäftigte, die das Pech haben, wieder­holt länger zu erkranken, von ein­er solchen „Inter­essen­vertre­tung“ (oder soll man sagen Inter­essen­wegtre­tung?) noch erwarten, die nicht ein­mal ihr eigenes Mit­glied schützt?

Wir weisen vor­sor­glich darauf hin, dass es näch­stes Jahr die Möglichkeit geben wird, bei den Wahlen Per­son­al­räte zu wählen, die ihre Auf­gabe ernst nehmen und sich nicht als Unter­abteilung der Per­son­al­abteilung ver­ste­hen.

Lassen Sie die engagierten Kol­legin­nen und Kol­le­gen nicht allein, zeigen Sie sich sol­i­darisch und – am besten – machen Sie mit bei uns, wer­den Sie wie hun­derte Andere an der FU ver.di-Mitglied! Gemein­sam sind wir stark, und mit vie­len stärk­er!

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