Brot und Rosen

Nicht einen Schritt zurück! Internationale Solidarität für das Recht auf Abtreibung in den USA!

Unterschriftensammlung für eine internationale Erklärung von Feminist:innen für das Recht auf Abtreibung in den USA. Bekannte Feministinnen aus verschiedenen Ländern haben sich ihr bereits angeschlossen. Die feministisch-sozialistische Strömung Brot und Rosen, die in 14 Ländern Nord- und Südamerikas und Europas vertreten ist, lädt dazu ein, den Aufruf zu unterzeichnen und weit zu verbreiten, damit unsere Stimme laut gehört wird und das Recht auf Abtreibung Gesetz wird!

Nicht einen Schritt zurück! Internationale Solidarität für das Recht auf Abtreibung in den USA!
Foto: Luigi Morris

Um die Erklärung zu unterstützen, fülle das Formular am Ende aus.

Wir, die unterzeichnenden Feminist:innen und LGTBI-Aktivist:innen aus verschiedenen Ländern, solidarisieren uns mit den Frauen in den USA, die heute für das Recht auf sichere und kostenlose Abtreibung kämpfen.

Das Votum des Obersten Gerichtshofs der USA gegen das Urteil Roe v. Wade bedeutet einen historischen Rückschlag für das Recht von Frauen und gebärfähigen Personen, über ihren eigenen Körper zu entscheiden. Davon sind vor allem die ärmsten Frauen, Schwarze Frauen, Latinas und Migrantinnen betroffen.

Seit Jahren versuchen konservative Organisationen und die Kirchen in mehreren Bundesstaaten, dieses Recht zu beseitigen oder auf verschiedene Weise zu blockieren. Jetzt wollen sie noch einen Schritt weiter gehen und das Recht auf Abtreibung verbieten. Wir wissen, dass heimliche Abtreibung nur bedeutet, dass mehr Frauen durch Abtreibung sterben, und deshalb fordert die Frauenbewegung in der ganzen Welt weiterhin: Verhütungsmittel, um nicht abzutreiben, kostenlose Abtreibung, um nicht zu sterben.

Die Verantwortung für diesen Angriff liegt nun beim Obersten Gerichtshof, der eine konservative Mehrheit hat. Die neun Personen (sechs Männer und drei Frauen), die das höchste Gericht der USA bilden, das nicht vom Volk gewählt wurde, haben es in der Hand, über die Gesundheit und das Leben der Mehrheit der Frauen und gebärfähigen Menschen zu entscheiden. Die Republikanische Partei greift dieses Recht seit langem an, so auch kürzlich mit der Verabschiedung eines sehr restriktiven Gesetzes in Texas. Und Donald Trump hat diesen reaktionären Kampf zu einem Aushängeschild für seinen Wahlkampf gemacht.

Aber wenn der Oberste Gerichtshof jetzt mit diesem Angriff weitermachen kann, dann deshalb, weil die Abtreibungsrechte im US-Kongress nie zu einem Bundesgesetz geworden sind. Die Demokratische Partei hat sich jedes Mal geweigert, dafür zu stimmen, wenn sie eine legislative Mehrheit hatte.

Es geht nicht nur um die Abtreibungsrechte von Millionen von Frauen. Das reaktionäre Urteil des Obersten Gerichtshofs könnte den Weg für Angriffe auf andere demokratische Rechte und auf die LGBTI-Community ebnen.

Feminist:innen aus verschiedenen Ländern haben sich in den letzten Jahren in der „Grünen Flut“ in Argentinien und Lateinamerika, für Abtreibungsrechte in Polen und Irland, in Frauenstreiks und in Mobilisierungen gegen patriarchale und homophobe Gewalt in vielen Ländern engagiert. Denn wir wissen, dass wir alle unsere Rechte nur durch die Mobilisierung auf der Straße erringen können.

Den Weg weisen Hunderttausende von Frauen und Aktivist:innen, die in diesen Tagen in den Städten der USA auf die Straßen gegangen sind und skandierten: „Mein Körper, meine Entscheidung“ und „Nicht einen Schritt zurück“. Wenn diese Bewegung für Abtreibungsrechte und LGTBI-Rechte mit dem neuen Phänomen von Gewerkschaftsaktivist:innen in Unternehmen wie Amazon und Starbucks zusammenfließt, kann dies einen kraftvollen Ausdruck bekommen.

Deshalb rufen wir zu aktiver internationaler Solidarität mit den Frauen auf, die sich in den USA mobilisieren.

Die Abgeordnete Myriam Bregman im argentinischen Nationalkongress, die französische dekoloniale Politologin Françoise Vergès, die feministische Soziologin Danièle Kergoat, die feministische Politologin Jule Goikoetxea aus dem Baskenland und über 200 Feministinnen aus verschiedenen Ländern haben bereits in den ersten Stunden unterschrieben. Füg deine Unterschrift hinzu, indem du dieses Formular ausfüllst.

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