Frauen und LGBTI*

München: Am 8. März auf der Straße für mehr Personal, gegen Rassismus und Outsourcing

In München hatte das 8. März Bündnis aufgerufen, um gegen Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen und LGBTI* zu demonstrieren. 3.000 Menschen kamen zur Kundgebung und Demonstration, darunter Aktivist*innen von „Brot und Rosen“, AKUT und „Klima brennt, Uni brennt“.

München: Am 8. März auf der Straße für mehr Personal, gegen Rassismus und Outsourcing

Die Demon­stra­tion zum 8. März wurde von 3.000 meist jun­gen Men­schen besucht, die für ihre Rechte auf Selb­st­bes­tim­mung, gegen sex­is­tis­che Gewalt und schlechte Arbeits­be­din­gun­gen sowie prekäre Arbeit, für das Recht auf Abtrei­bung, aber auch gegen jede Unter­drück­ung wie Ras­sis­mus kämpfen wollen. Das ist ger­ade in Zeit­en des Recht­srucks nach dem Anschlag von Hanau beson­ders wichtig, wie in den Reden the­ma­tisiert wurde. In der Rede der inter­na­tion­al­is­tis­chen sozial­is­tis­chen Frauen­grup­pierung „Brot und Rosen“ ging es eben darum, in vom Staat unab­hängiger Organ­isierung sex­is­tis­che und ras­sis­tis­che Spal­tung zu über­winden:

Für AKUT, eine Gruppe junger Beschäftigter an den Münch­n­er Kranken­häusern, sprachen Char­lotte und Leonie. Die bei­den Hebam­men an den München Kliniken forderten:

  • Arbeit­szeitverkürzung zu vollem Lohnaus­gle­ich!
  • Schluss mit ras­sis­tis­chem Out­sourc­ing unser­er migrantis­chen Kolleg*innen!
  • Mehr Per­son­al! Gesunde Arbeits­be­din­gun­gen für eine gute Gesund­heitsver­sorgung!
  • Für 24 h Kinder­be­treu­ung in unseren Betrieben für unsere Kolleg*innen mit Kindern!
  • Für eine Erneuerung der Aus­bil­dun­gen – Auszu­bildende sind keine bil­li­gen Arbeit­skräfte!

Den zahlre­ichen kämpferischen Beiträ­gen der Auf­tak­tkundge­bung fol­gte eine Wahlwer­bung. Das Ver­sprechen von “Rot-Rot-Grün”: Über die Repräsen­ta­tion im Stad­trat wer­den die Inter­essen und Rechte von Frauen errun­gen. Dieses Ver­sprechen scheit­ert aber über­all, wo diese Parteien regieren – wie in Berlin, wo der Sen­at für 140 out­ge­sourcte Betriebe ver­ant­wortlich ist und die Arbeiter*innen am 8. März gegen eben diese Poli­tik demon­stri­erten.

In München sind SPD und Grüne eben­falls für Out­sourc­ing und Prekarisierung an den städtis­chen Kliniken ver­ant­wortlich, die bei­de Jahrzehnte lang regiert haben. Auch ist die Groko in München ver­ant­wortlich für die Koop­er­a­tion mit dem bay­erischen Staat zur Abschiebung viel­er Frauen in Krisen- und Kriegs­ge­bi­ete. Wenn sie den 8. März unter­stützen wür­den, müssten sie die Forderun­gen von Brot und Rosen und von AKUT umset­zen.

Aktivist*innen von „Kli­ma bren­nt, Uni bren­nt“ ver­ban­den die Kämpfe ums Kli­ma mit denen des Fem­i­nis­mus. Viva dazu im Inter­view mit Klasse Gegen Klasse:

In Deutsch­land und der ganzen Welt wur­den an diesem Tag Kämpfe auf die Straße getra­gen: In Berlin demon­stri­erten Tausende, unter anderem in einem Block für den Streik gegen Prekarisierung und Out­sourc­ing.

Inter­na­tion­al eint der Frauenkampf­tag Mil­lio­nen Arbeiter*innen. In Kat­alonien hat­te die Gew­erkschaft CGT zum 24-stündi­gen Streik aufgerufen.

Die inter­na­tionalen Grup­pierun­gen von “Brot und Rosen” und der Trotzk­istis­che Frak­tion mobil­isierten in Argen­tinien, Chile, dem Spanis­chen Staat, Mexiko, Frankre­ich, Bolivien, Brasilien und Cos­ta Rica — unter anderem für das Recht auf kosten­losen, sicheren und legalen Zugang zu Abtrei­bun­gen, gegen machis­tis­che Gewalt und Repres­sion von Polizei und Regierun­gen, für eine Antwort der Arbeiter*innen auf den Recht­sruck sowie Rentenkürzun­gen und Angriffe auf die Arbeiter*innen und Massen.

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