Deutschland

Merkel vor Pegida: „Was macht uns Deutsche aus?”

Auf ihrem letzten Wahlkampfauftritt in München bläst Merkel ins nationalistische Horn. Damit versucht sie die AfD-Anhängerschaft zu umschmeicheln.

Merkel vor Pegida: „Was macht uns Deutsche aus?

Es war eine gruselige Ver­samm­lung am Fre­itag Abend auf dem Münch­n­er Marien­platz. Während die bay­erische und die deutsche Nation­al­hymne erschall­ten und CSU-Granden ihre Hände auf ihre Herzen legten, war es plöt­zlich rel­a­tiv still. Die vorheri­gen Reden von Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel, CSU Gen­er­alsekretär Andreas Scheuer und Joachim Her­rmann waren in einem Pfeifkonz­ert von AfD-Anhänger*innen und Nazis von Pegi­da und den Iden­titären unterge­gan­gen. Zuvor hat­te Merkel ver­sucht, sie zu umschme­icheln.

In ihrer Rede schwadronierte sie davon, „was uns Deutsche” aus­mache. Darauf­fol­gend beschwor Andreas Scheuer das Vater­land. Unter­brochen wurde die traute Stille der Nation­al­hymne von Linken Gegendemonstrant*innen, die „Hoch die inter­na­tionale Sol­i­dar­ität” riefen. Sie wandten sich gegen den Ras­sis­mus von Merkel und der AfD und gegen die Prekarisierung, die mit der ras­sis­tis­chen Spal­tung ver­tieft wird. Während Merkel die Recht­en umwirbt, zeigten sie, dass wirk­liche Oppo­si­tion gegen die neolib­erale und kriegstreiberische Poli­tik von Merkel und der GroKo nur anti­ras­sis­tisch und inter­na­tion­al­is­tisch sein kann. Der Auftritt der Linken war von Pöbeleien der Recht­en begleit­et („Ihr werdet schon noch sehen, wo ihr hinkommt”) und gefiel auch der Polizei nicht, die sie abschirmte und am Ende der Demo eine Per­son willkür­lich aus der Demo zog.

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