Welt

Katalonien: Dritter Tag von Massenmobilisierungen und brutaler Polizeirepression

Tausende von Menschen mobilisierten sich gestern wieder gegen die brutale Repression der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra.

Katalonien: Dritter Tag von Massenmobilisierungen und brutaler Polizeirepression

Am drit­ten Tag in Folge fan­den gestern in Kat­alonien zahlre­iche und mas­sive Demon­stra­tio­nen gegen das Urteil des Ober­sten Gericht­shofs und gegen die Repres­sion statt.

In Barcelona ist die Massendemon­stra­tion wieder ein­mal Schau­platz ein­er bru­tal­en Repres­sion durch die Mossos d’Esquadra gewor­den.

Die Demon­stra­tion, zu der die “Komi­tees zur Vertei­di­gung der Repub­lik” (CDR) aufgerufen hat­ten, begann um 19:30 Uhr vor der Con­sel­le­ria d’In­te­ri­or, dem kata­lanis­chen Innen­min­is­teri­um, wo tausende Men­schen den Rück­tritt des Min­is­ters Manel Buch gefordert haben.

Nach ein­er kurzen Aktion mit Toi­let­ten­pa­pier­wür­fen haben die Mossos begonnen, tausende Men­schen anzu­greifen und Flash­balls (eine Art beson­ders gefährliche Gum­migeschosse) abzufeuern.

Die Polizei zer­streute die Mobil­isierung mit Gewalt, indem sie sich zuerst durch die Straßen in der Nähe der Con­sel­le­ria und dann in andere Teile der Stadt aus­bre­it­ete, wie es auch während der Repres­sion am Vortag geschah.

Während der Polizeian­griffe wur­den ver­schiedene Men­schen ver­let­zt, sowohl wegen der Repres­sion als auch wegen der entste­hen­den Massen­panik.

Ein beson­ders schreck­lich­es Beispiel für bru­tale Repres­sion in Kat­alonien fand in Tar­rag­o­na statt: Ein Demon­strant wurde von einem LKW der Mossos d’Esquadra über­fahren. Der Mann musste ins Kranken­haus gebracht wer­den, nach­dem er am Unfal­lort medi­zinis­che Hil­fe erhal­ten hat­te.

Hun­derte von Men­schen haben impro­visierte Straßen­bar­rikaden angesichts der bru­tal­en Repres­sion aufge­baut, die in ver­schiede­nen Teilen der Stadt bis weit in die Nacht andauerte.

Die Regierung der Gen­er­al­i­tat ste­ht weit­er­hin an vorder­ster Front der Repres­sion, mit den Mossos an der Spitze, gegen Tausende und Aber­tausende von Men­schen, die protestieren. Am sel­ben Nach­mit­tag erk­lärte Innen­min­is­ter Buch selb­st in ein­er Pressekon­ferenz, dass für heute “neue Gewal­taus­brüche zu erwarten sind und die Mossos d’Esquadra weit­er­hin die öffentliche Sicher­heit gewährleis­ten wer­den”. Eine klare War­nung für die Tausenden von Men­schen, die nach drei Tagen Protesten weit­er­hin demon­stri­eren.

Trotz der Dro­hun­gen des Con­seller d’In­te­ri­or sind die Mobil­isierun­gen gegen das Urteil des Ober­sten Gericht­shofs und gegen die Repres­sion in ganz Kat­alonien nach wie vor mas­siv.

Für den Fre­itag wurde von den alter­na­tiv­en Gew­erkschaften IAC und Inter­sindi­cal-CSC ein Gen­er­al­streik aus­gerufen wurde. Obwohl die Mehrheits­gew­erkschaften nicht zum Streik aufrufen, fürchtet die Regierung, dass es die große Gefahr ein­er Massen­be­we­gung auf den Straßen gibt.

One thought on “Katalonien: Dritter Tag von Massenmobilisierungen und brutaler Polizeirepression

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.