Kältebus in Berlin in Brand gesetzt

28.12.2025, Lesezeit 2 Min.
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Foto: Obdachlose Person in Deutschland / penofoto (Shutterstock, Asset-ID: 2420898967)

In Berlin wurde ein Kältebus in Brand gesetzt, ein weiterer Bus wurde schwer beschädigt. Damit können für den restlichen Winter nur zwei von vier Autos operieren.

Berlin ist die Stadt mit den meisten Obdachlosen und das Bundesland mit den drittmeisten Wohnungslosen in Deutschland. Die Berliner Stadtmission ist jedes Jahr mit vier Kältebussen unterwegs und hilft Menschen in Not. Dass mit gerade einmal vier Kältebussen nur symptomatisch gegen die Probleme der Obdachlosigkeit vorgegangen wird, ist ihnen und dem Berliner Senat bewusst.

Dennoch hilft die Arbeit der Berliner Stadtmission dutzenden Obdachlosen. Die Kältebusse werden von rund 60 Ehrenamtlichen gefahren und betreut, sie bringen Schlafsäcke und warme Nahrungsmittel, teilweise fahren sie die Obdachlosen auch in eine Notunterkunft, um sie vor einem Kältetod zu bewahren. 120 Anrufe bekommt die Berliner Stadtmission in Nächten, an denen Minusgrade wie aktuell in Berlin herrschen.

Eines der Busse wurde am frühen Morgen des 28. Dezembers in Brand gesetzt und ist komplett ausgebrannt, ein weiterer Bus hat große Schäden davon getragen. Wer für den Brand verantwortlich ist und aus welchem Motiv er gelegt wurde, bleibt ungeklärt. Klar ist aber, dass wir dringend darüber reden müssen, wie sowas passieren kann und wieso der Berliner Senat sich hier aus der Verantwortung nimmt.

Der Senat könnte im Nu genug Wohnungen und Schlafplätze für Obdachlose bereitstellen, so dass die Berliner Stadtmission nur noch in dringenden Fällen in der Kälte operieren muss. Auch sollten die ehrenamtlich Beschäftigten vom Berliner Senat bezahlt werden für die Arbeit, die sie sich aufbürden, während der Staat bewusst für noch mehr Obdachlosigkeit sorgt durch Kürzungspolitik, rassistischer Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen und Verschärfung der Wohnkrise durch Privatisierung von Wohnungen.

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