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Helios-Krankenhaus: Neuer Geschäftsführer mit Personalschlüssel empfangen

Auch im neuen Jahr geht der Kampf am Helios-Klinikum Dachau weiter. Die Bürger*innen-Initiative für bessere Pflege am Dachauer Klinikum unterstützt die Angestellten uneingeschränkt bei ihren Forderungen nach mehr Personal. Der neue Geschäftsführer bleibt ausweichend.

Helios-Krankenhaus: Neuer Geschäftsführer mit Personalschlüssel empfangen

Gerd Koslows­ki reagiert sou­verän. Angekündigt war der Besuch der Bürger*innen-Initiative im Ver­wal­tungstrakt des Kranken­haus­es nicht. Auch die Anwe­sen­heit von Journalist*innen bringt den Klinik-Geschäfts­führer nicht aus der Fas­sung. Getreu dem Mot­to „es gibt keine schlechte Presse“ lädt er die Vertreter der Bürger*innen-Initiative in sein Büro ein. Die haben eigens für das Tre­f­fen einen überdi­men­sion­alen Schlüs­sel aus Holz dabei: den am Klinikum fehlen­den Per­son­alschlüs­sel. Diesen möcht­en sie Koslows­ki gle­ich zu Amt­santritt stel­lvertre­tend über­re­ichen. Denn der Helios-Konz­ern weigert sich nach wie vor, die Haupt­forderung der Angestell­ten umzuset­zen: mehr Per­son­al für eine bessere Pflege.

Gerd Koslows­ki ist seit dieser Woche Geschäfts­führer der Helios-Amper-Kliniken in Dachau und Markt Inder­s­dorf. Er ist als har­ter Hund bekan­nt. Seine let­zte Anstel­lung an den Münch­n­er Uni­ver­sität­skliniken hat­te er auf Druck der dor­ti­gen Ärzt*innen und Professor*innen ver­loren. Die fan­den: Seine Art sei derb, seine Entschei­dun­gen nicht im Sinne des Per­son­als. Koslows­ki weicht im Gespräch mit den Aktivist*innen gerne aus. Er sei ja erst seit ein paar Stun­den da und er wisse eigentlich auch noch gar nicht, wie viele Pflegekräfte benötigt wer­den. Man könne ja auch nicht gle­ich 100 neue Stellen schaf­fen.

Was Koslows­ki zu dem Zeit­punkt nicht weiß: Die Schlüs­selüber­gabe ist auch ein Ablenkungs­man­över. Gle­ichzeit­ig verteil­ten näm­lich auf ein abgemacht­es Zeichen hin mehrere Aktivist*innen auf allen Stock­w­erken des Kranken­haus­es Fly­er mit darauf fest­gek­lebten Schoko­lade­schlüs­seln. Das kommt an. „Es geht zum einen natür­lich um mehr Öffentlichkeit für den Kampf der Angestell­ten. Aber beson­ders geht es darum, unsere Sol­i­dar­ität auszu­drück­en und ihnen für die kom­menden Auseinan­der­set­zun­gen Mut zu machen. Sie sind nicht allein, ihr Kampf ist für uns alle.“, sagt ein Aktivist von der Bürger*innen-Initiative.

In den Gesprächen mit den Kolleg*innen merkt man die anhal­tende Unzufrieden­heit, die sich über mehrere Jahre aufge­baut hat und die seit dem gerichtlich ver­bote­nen Streik weit­er hochkocht. Diesem Betrieb­skli­ma tra­gen sowohl Betrieb­srat als auch ver.di mit­tler­weile Rech­nung. In den kom­menden Wochen wird man ver­suchen, die Kolleg*innen dafür zu gewin­nen, bei Aus­fällen keine weit­eren Schicht­en mehr zu übernehmen. Um ihre Patient*innen nicht unbeauf­sichtigt zu lassen und kranken Kolleg*innen auszuhelfen, sprin­gen Angestellte immer wieder füreinan­der ein, auch wenn sie frei hät­ten. Eine gängige Prax­is im Helios-Amper-Klinikum, auf dem Rück­en der Patient*innen und der Angestell­ten, ganz im Sinne des Prof­its des größten pri­vat­en Kranken­hauskonz­erns in Deutsch­land.

One thought on “Helios-Krankenhaus: Neuer Geschäftsführer mit Personalschlüssel empfangen

  1. katz joseph sagt:

    is there in klinhk first aid in case of health trubel? thak you
    jojukatz@yahoo.com

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