Unsere Klasse

Gemeinsam gegen Rassismus kämpfen!

Auch Geflüchtete sind Kol­legin­nen und Kol­le­gen: Holt sie in die Gew­erkschaften hinein! |

Ver­anstal­tung am Mittwoch, den 3. Dezem­ber, um 18 Uhr im IG-Met­all-Haus, Alte Jakob­straße 149, Berlin

| Eng­lish below

Gemeinsam gegen Rassismus kämpfen!

// Auch Geflüchtete sind Kol­legin­nen und Kol­le­gen: Holt sie in die Gew­erkschaften hinein! //

Ver­anstal­tung am Mittwoch, den 3. Dezem­ber, um 18 Uhr im IG-Met­all-Haus, Alte Jakob­straße 149, Berlin

// Eng­lish below //

Am 25. Sep­tem­ber beset­zte die Gruppe Refugee Strug­gle for Free­dom gemein­sam mit sol­i­darischen Aktivis­ten und Aktivistin­nen das Berlin­er DGB-Haus. Eine ihrer Haupt­forderun­gen ist die Auf­nahme in die Gew­erkschaften. Davon erhof­fen sie sich, gemein­sam mit ihren deutschen Kol­legin­nen und Kol­le­gen für ihre rechtliche Gle­ich­stel­lung auf dem Arbeits­markt zu kämpfen.

Die Stel­lung­nahme der Gew­erkschafts­bürokratie war zöger­lich, aber deut­lich. Am 2. Okto­ber ließ sie die Gruppe durch die Polizei räu­men. Was fol­gte, waren Anzeigen anstatt sol­i­darisch­er Unter­stützung.

Die Geflüchteten ver­ste­hen sich als Teil der Arbeit­erk­lasse, der lohn­ab­hängig Beschäftigten. Aus ihren Staat­en sind sie wegen Dik­tatur, Krieg, und Krise geflo­hen – ver­ant­wortlich dafür ist das kap­i­tal­is­tis­che Gesellschaftssys­tem. Europa schot­tet sich mit der europäis­chen Gren­za­gen­tur Fron­tex und ein­er rigi­den Ein­wan­derungs- und Flüchtlingspoli­tik, die in dem Ver­tragswerk Dublin II und III fest­gelegt ist, ab. Dort ist fest­gelegt, wer nach Europa – also auch nach Deutsch­land – gelan­gen und sein/ihr Grun­drecht auf Asyl wahrnehmen darf und wer nicht.

Die zunehmende Flüchtlings­be­we­gung macht deut­lich: Die Zahl der vor Dik­tatur, Krieg und sozialer Vere­len­dung fliehen­den Kol­legin­nen und Kol­le­gen wird nicht ver­siegen. Aber auch die Beschäftigten hierzu­lande haben immer mehr mit Prekarisierung und schlecht­en Arbeits­be­din­gun­gen zu kämpfen. Dabei dür­fen wir uns nicht gegeneinan­der ausspie­len lassen. Wir müssen ler­nen, zusam­men zu kämpfen und die Ursachen von Flucht und Vertrei­bung dort, Vere­len­dung und Prekarisierung hier, zusam­men zu denken und zu beseit­i­gen!

An dieser Stelle ist eine kämpferische Gew­erkschaft, die mit ihrem Stan­dort­denken und der Sozial­part­ner­schaft bricht, nötiger denn je.

In Ham­burg gab es bere­its erste Ansätze hin zum gemein­samen Kampf, als einige Kol­legin­nen und Kol­le­gen von ver.di die 300 Lampe­dusa-Flüchtlinge in ihre Rei­hen auf­nah­men. Die Mit­glied­schaft wurde zwar von der ver.di-Führung sus­pendiert – aber die Auseinan­der­set­zung darum geht weit­er.

Wir wollen den Kampf der Refugees in den Einzel­gew­erkschaften disku­tieren und wir wollen prak­tis­che Sol­i­dar­ität organ­isieren.

Nach unserem Ver­ständ­nis müssen wir die Gren­zen, die durch Herkun­ft, Glauben oder Geschlecht geset­zt wur­den, in der Arbeit­erk­lasse über­winden. Das bedeutet für uns inter­na­tionale Sol­i­dar­ität!

Wir fordern von unseren Gew­erkschaften und ihren Führun­gen

  • Den Ein­satz für volle und gle­iche Rechte aller hier leben­den Kol­legin­nen und Kol­le­gen: egal ob aus- oder inländisch, oder vor Bürg­erkrieg, Krieg und Despotie in ihren Län­dern nach Deutsch­land geflo­hen!
  • Sofor­tige Rück­nahme aller Anzeigen von der Räu­mung des DGB-Haus­es am 2.Oktober in Berlin!
  • Die Auf­nahme der geflüchteten Kol­le­gen und Kol­legin­nen in die Gew­erkschaften!
  • Die Lage der Geflüchteten in Betrieb­sver­samm­lun­gen und Ver­trauensleute-Sitzun­gen zu the­ma­tisieren und für ihre Unter­stützung zu wer­ben. Einen ersten Schritt in diese Rich­tung hat die GEW Berlin als Antwort auf diese Räu­mung getätigt, als sie sich mit dem Kampf der Refugees und ihren Forderun­gen sol­i­darisiert hat.

Wir wollen auch die anderen Gew­erkschaften für diese Ziele gewin­nen und bei bei der Ver­anstal­tung darüber reden:

  • wie wir eine Mit­glied­schaft von Refugees in den Gew­erkschaften erre­ichen kön­nen.
  • wie die offiziellen Stel­lung­nah­men der DGB Gew­erkschaften zur Asylpoli­tik umge­set­zt wer­den kön­nen.
  • und was wir selb­st als aktive Gewerkschafter_innen tun kön­nen.

Wir laden Euch deshalb recht her­zlich zu ein­er Ver­anstal­tung ein: „Geflüchtete in die Gew­erkschaften!“

Mit:
— Lampe­dusa in Ham­burg
— Peter Bremme (ver.di Ham­burg*)
— Rain­er Hansel (GEW Berlin)
— Refugee Strug­gle for Free­dom
— Anna Bas­ten, (ver.di AK undoku­men­tierte Arbeit)
— Tur­gay Ulu (Geflüchteten-Aktivist, Berlin)
*Angabe dient zur Ken­ntlich­machung der Per­son

Unter­stützt u.a. von: AK Inter­na­tion­al­is­mus der IG Met­all, BVG-Basis­gew­erkschafts­gruppe ver.di aktiv, Bünd­nis Refugee Schul- und Unistreik

Mittwoch, 3. Dezem­ber, 18 Uhr
IG-Met­all-Haus, Alte Jakob­straße 149
U‑Bhf Hallesches Tor, Berlin
Event auf Face­book

Let‘s fight racism!

Refugees are col­leagues as well, bring them into the unions!

On 25th of Sep­tem­ber, the group Refugee Strug­gle for Free­dom and activists occu­pied the region­al head­quar­ters of the DGB (Ger­man trade union con­fed­er­a­tion) in Berlin. One of the refugees‘ cen­tral demands is get­ting access to trade union mem­ber­ship. They hope to strug­gle togeth­er with their Ger­man col­leagues for achiev­ing legal equal­i­ty in the labour mar­ket.

The trade union bureaucracy‘s response has been hes­i­tant but clear: On 2nd Octo­ber they called the police to evict the group. What fol­lowed in the after­math were crim­i­nal charges instead of sol­i­dar­i­ty.

The refugees see them­selves as a part of the work­ing class, of those who depend on wage labour. They fled from their coun­tries because of dic­ta­tor­ship, wars, and cri­sis – results of the cap­i­tal­ist sys­tem of our soci­ety. This sys­tem nowa­days con­trols who is allowed to enter Europe with the help of Fron­tex, a Euro­pean bor­der con­trol agency, direct­ed by a rigid immi­gra­tion- and asy­lum pol­i­cy, that is stat­ed in the treaties of Dublin II and III. Based on this, the deci­sion is made and imple­ment­ed who is allowed or denied the human right to asy­lum and enter Europe or respec­tive­ly Ger­many.

The grow­ing num­ber of peo­ple seek­ing asy­lum shows: The num­ber of col­leagues flee­ing from wars, dic­ta­tor­ship and mis­ery will not decrease. At the same time the work­ers in Ger­many are fac­ing an increase of pre­car­i­ous work and bad work­ing con­di­tions. We can‘t let our­selves be played of against each oth­er. We have to learn to think and fight togeth­er against the caus­es of flight and expul­sion in some coun­tries and of impov­er­ish­ment and pre­cari­sa­tion in oth­er coun­tries.

At this point a com­bat­ive trade union is need­ed more then ever, which means break­ing with nation­al cor­po­ratism for the sake of com­pet­i­tive­ness and social part­ner­ship.

In Ham­burg we have seen first attempts towards a joint strug­gle when col­leagues from ver.di (Ger­man ser­vice union) made it pos­si­ble for 300 refugees from Lampe­dusa to enter their ranks. Though this deci­sion has been over­turned by the lead­er­ship of ver.di the strug­gle con­tin­ues! What we want to do is bring­ing the refugees‘ strug­gle into the mem­ber unions of the DGB and organ­ise prac­ti­cal sol­i­dar­i­ty.

Our under­stand­ing of trade union includes over­com­ing the divi­sions of the work­ing class that are con­struct­ed along nation­al­i­ties, gen­der or reli­gious believes, that‘s what inter­na­tion­al sol­i­dar­i­ty means to us.

We demand of our unions and their lead­er­ship:

  • Engage­ment for com­plete and equal rights for all col­leagues liv­ing in Ger­many, inde­pen­dent of their nation­al­i­ty and also for those col­leagues who had to flee from civ­il wars, wars and despo­tism in their home coun­tries.
  • Drop all legal charges result­ing from the evic­tion from the DGB in Berlin on 2nd Octo­ber!
  • Access of refugee col­leagues to trade union mem­ber­ship!
  • Infor­ma­tion and Dis­cus­sion rounds about the sit­u­a­tion of refugees dur­ing work­place assem­blies, trust people‘s meet­ings, union meet­ings (A first step in that direc­tion had been under­tak­en by the GEW (trade union for edu­ca­tion and sci­ence) Berlin, that showed sol­i­dar­i­ty with the refugees‘ demands as a reac­tion to the evic­tion.)

We want to win oth­er unions to also sup­port our aims and we need to dis­cuss:

  • How the mem­ber­ship of refugees in unions can be achieved
  • How the deci­sions of the DGB unions con­cern­ing asy­lum poli­cies can be put into prac­tice
  • What we, trade union activists, can do our­selves

There­fore we cor­dial­ly invite all of you to join the dis­cus­sion and par­tic­i­pate in our event: „Refugees into the unions!“

With:
— Lampe­dusa in Ham­burg
— Peter Bremme (ver.di Ham­burg*)
— Rain­er Hansel (GEW Berlin)
— Refugee Strug­gle for Free­dom
— Anna Bas­ten, (ver.di AK undoku­men­tierte Arbeit)
— Tur­gay Ulu (Refugee-Activist, Berlin)
* posi­tion only men­tioned to iden­ti­fy the per­son

AK Inter­na­tion­al­is­mus der IG Met­all, BVG-Basis­gew­erkschafts­gruppe ver.di aktiv, Bünd­nis Refugee Schul- und Unistreik

Wednes­day, Decem­ber 3, 6:00 PM
IG-Met­all-Haus, Alte Jakob­straße 149
U‑Bhf Hallesches Tor, Berlin
Event on Face­book

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.