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Gegen den Angriff auf einen ArbeiterInnenverein in Istanbul!

Gegen den Angriff auf einen ArbeiterInnenverein in Istanbul!

Am 14.9. haben die Mit­glieder ein­er Dro­gen­bande in einem Instab­uler Arbei­t­erIn­nen­vier­tel namens Sefaköyeine junge Frau auf dem Weg zum Vere­in der Arbei­t­erInnenein­heit sex­uell belästigt und anschließend mit einem Mess­er auf ein Vere­ins­mit­glied eingestochen. Am näch­sten Tag kamen sie wieder, dies­mal im Schutz der Polizei, und grif­f­en den Vere­in erneut an. Sie kon­nten durch den Wider­stand link­er AktivistIn­nen abgewehrt wer­den.

Der Vere­in der Arbei­t­erInnenein­heit ver­sucht eine Poli­tik gegen die Dro­gen­ban­den in diesem Vier­tel zu organ­isieren. Die Ban­den sind in vie­len Arbei­t­erIn­nen­vier­tel in Istan­bul mächtig. Mit Hil­fe der Polizei greifen sie diverse linke Struk­turen an, um dort ohne Wider­stand ihre Geschäfte organ­isieren zu kön­nen. Die Polizei nimmt diese Kon­flik­te als Anlass, um linke AktivistIn­nen festzunehmen. So wur­den bish­er 48 Aktivistin­nen von Bağım­sız Devrim­ci Sınıf Plat­for­mu (BDSP- Plat­tform der unab­hängi­gen rev­o­lu­tionären Klasse) festgenom­men. An den Angrif­f­en hat sich auch die Jugen­dor­gan­i­sa­tion der regieren­den Partei AKP stark beteiligt und die Angriffe organ­isiert.

Zumal gab es vor eini­gen Wochen ein Pogrom gegen Geflüchtete aus Syrien in diesem und benach­barten Arbei­t­erIn­nen­vierteln. Die Läden syrisch­er Geflüchteter wur­den aus­ge­plün­dert und die Geflüchteten ange­grif­f­en. Erst durch die Gege­nak­tio­nen der Linken kon­nten die reak­tionären und faschis­tis­chen Mobs an der Fort­set­zung ihrer Angriffe gehin­dert wer­den. In der Türkei leben inzwis­chen hun­dert­tausende Geflüchtete aus Syrien, die als Bil­liglöh­ner­In­nen einge­set­zt wer­den.

Der Vere­in der Arbei­t­erInnenein­heit und die BDSP haben vor eini­gen Tagen eine Sol­i­dar­ität­sak­tion für die Lear-Arbei­t­erIn­nen in Argen­tinien organ­isiert und weit­ere Aktio­nen angekündigt. Wir erk­lären uns mit dem Vere­in der Arbei­t­erInnenein­heit sol­i­darisch. Wir protestieren gegen diesen Angriff, der mit Hil­fe staatlich­er Unter­stützung unter­nom­men wurde, und fordern die sofor­tige Freilas­sung. Außer­dem rufen wir alle linken Kräften zum Schutz für den Vere­in der Arbei­t­erInnenein­heit auf. Hoch die inter­na­tionale Sol­i­dar­ität!

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