Deutschland

Foyer der Sicherheitskonferenz in München besetzt [mit Video]

Aktivist*innen besetzten heute für mehrere Minuten das Foyer des Bayrischen Hofes. Sie skandierten: „Deutsche Panzer, raus aus Kurdistan!“ Es gab fünf Festnahmen.

Foyer der Sicherheitskonferenz in München besetzt [mit Video]

Der „Bayrische Hof“ liegt im Zen­trum Münchens. Bekan­nt aus Film und Fernse­hen, Hotspot der schick­en Gesellschaft. Das renom­mierte Hotel ist aber auch Aus­rich­tung­sort der soge­nan­nten „Münch­n­er Sicher­heit­skon­ferenz“. Tra­di­tionell wird das Edel­ho­tel immer don­ner­stags vor Beginn der Kon­ferenz an die Veranstalter*innen übergeben. Im Zeitraum der Über­gabe herrscht geschäftiges Treiben in der Ein­gang­shalle. Diplomat*innen, rang­ho­he Mil­itärs, Lobbyist*innen, Politiker*innen, eine Armee aus Polizei und Geheim­di­en­sten.

Diesen Umstand macht­en sich heute Vor­mit­tag Aktivist*innen zu Nutze. Mit laut­starken Parolen, einem Trans­par­ent und YPJ/YPG-Fah­nen beset­zten sie kurz­er­hand das Foy­er des Hotels.

Kriegsgegner*innen werden inhaftiert, Kriegstreiberei wird hofiert

Während die Aktivist*innen ihr Trans­par­ent deut­lich sicht­bar für die anreisenden Gäste hochhiel­ten, wim­melte es im Hotel von Bun­deswehrof­fizieren. Von der Aktion sichtlich über­rascht, benötigte das Sicher­heitsper­son­al einige Zeit, um den Protest aus dem Hotel zu drän­gen. Gle­ichzeit­ig wurde am Balkon des Hotels eine weit­ere Fahne der Selb­stvertei­di­gungskräfte Rojavas ange­bracht.

Im Anschluss an diese poli­tis­che Inter­ven­tion, ver­fol­gten Sicher­heit­sor­gane die Aktivist*innen minuten­lang durch die Innen­stadt und nah­men fünf von ihnen vor­läu­fig für mehrere Stun­den fest.

„Alle Besatzer, raus aus Kurdistan!“

Die Geschichte der soge­nan­nten Münch­n­er Sicher­heit­skon­ferenz geht bis in das Jahr 1963 zurück. Das jährliche Zusam­men­tr­e­f­fen der NATO-Kriegs- und Außenminister*innen mit der Waf­fen­lob­by und anderen Kriegsprofiteur*innen wird regelmäßig von Protesten begleit­et. Dieses Jahr ste­hen die Demon­stra­tio­nen unter den Ein­drück­en des ver­brecherischen Angriff­skrieges des türkischen Staates gegen den Kan­ton Efrin in Roja­va. Im Vor­feld der Proteste ver­suchen die Behör­den der bayrischen Lan­deshaupt­stadt diese mit Flaggen­ver­boten zu krim­i­nal­isieren.

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