Unsere Klasse

Den Streik in die eigene Hand nehmen!

Flugblatt von „Waffen der Kritik“ zum Streik im Einzelhandel

Den Streik in die eigene Hand nehmen!

// Flugblatt von „Waffen der Kritik“ zum Streik im Einzelhandel //

Schon wieder Streik… Monatelang wird nun schon mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) gerungen. Insgesamt sind gut drei Millionen KollegInnen bundesweit in diesen Arbeitskampf verwickelt. Doch nur die Minderheit der KollegInnen streikt, Aktionen und Forderungen sind höchstens auf Landesebene koordiniert und der Rest der Gesellschaft bekommt kaum etwas vom Streik mit. Das muss nicht sein!

Wenn schon im ganzen Land die Tarifverträge gekündigt wurden, warum koordiniert ver.di dann nicht endlich die Kämpfe bundesweit?

Als der Charité ein Arbeitskampf drohte, haben ver.di-KollegInnen eine große Solidaritäts-Kampagne angestoßen: Gut 100 solidarische AktivistInnen und KollegInnen aus anderen Betrieben kamen allein zum ersten Treffen. Warum gibt es keine Demos, Versammlungen und andere Öffentlichkeitsarbeit für den Einzelhandel? Wie leicht wären doch die Streiks im Einzelhandel, würden die Läden an Streiktagen einfach von den KundInnen boykottiert!

Warum streiken die Berliner LehrerInnen, Postangestellten und die KollegInnen von Opel-Bochum und Amazon jeweils isoliert? Warum kämpfen wir nicht gemeinsam?

Warum passiert nichts zwischen den einzelnen Streiktagen? Wer spricht mit den KollegInnen, die nicht streiken, über ihre Sorgen und Anliegen, um sie für den Streik zu gewinnen?

Und was ist mit den KollegInnen, die gerade wegen ihrer Streikteilnahme von der Chef-Etage unter besonderen Druck gesetzt werden? Wer kümmert sich um sie?

So viele Aufgaben und Chancen, die endlich angegangen und genutzt werden müssen! Das kann nicht allein den Hauptamtlichen von ver.di überlassen werden. Wir von WAFFENDERKRITIK, solidarische Studierende und selbst prekär Beschäftigte, glauben, dass ihr KollegInnen das selbst in die Hand nehmen müsst. Und wir wollen das gemeinsam mit euch tun, denn wir sind von denselben Bedingungen betroffen, die euch zum Streik führten:

Lasst uns offene Streikversammlungen an jedem Streiktag organisieren, an denen alle Streikenden und solidarischen AktivistInnen teilnehmen können, um den Arbeitskampf gemeinsam und demokratisch zu führen!

Lasst uns eine Zeitung oder einen Blog der Streikenden organisieren, um Euch und Eure KollegInnen zu informieren und den Arbeitskampf selbst zu gestalten!

Lasst uns Öffentlichkeitsarbeit organisieren: Demos, Info-Veranstaltungen, Solidaritäts-Kampagnen!

Wir glauben, dass der Streik nur gewonnen werden kann, wenn er nicht weiterhin so isoliert bleibt. Also lasst uns gemeinsam darüber diskutieren, wie er ausgedehnt werden kann und was wir als solidarische AktivistInnen tun können, um den Streik zu unterstützen. Euer Kampf ist auch unser Kampf!

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