Solidarität mit der Revolte im Iran!

18.01.2026 13:00
Demonstration

Brandenburger Tor, Berlin

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Demonstration in Arak. Foto: Anarchist Front

Nieder mit dem Islamischen Regime! Nein zu allen imperialistischen Aggressoren! Nein zur monarchistischen Reaktion!

In Solidarität mit dem iranischen Volk rufen wir alle Menschen in Deutschland dazu auf, sich am Sonntag, dem 18. Januar, um 13:00 Uhr am Brandenburger Tor an einer Massendemonstration zu beteiligen.

Seit zwei Wochen kämpfen Millionen Menschen im gesamten Iran mit Streiks und Demonstrationen gegen das mörderische Regime.

Seit mehreren Tagen hat das Regime das Internet und alle Kommunikationskanäle im Iran komplett abgeschaltet. Dennoch erreichen uns Nachrichten, dass bereits mehrere Tausend Menschen getötet wurden. Das Regime verübt in völliger Dunkelheit ein Massaker an Menschen, die auf die Straße gegangen sind, um ihr Leben zurückzufordern.

Die Reaktion dieses Regimes auf jede Mobilisierung mit harter Unterdrückung hat eine 47-jährige Geschichte – von den Massenmorden an Linken und anderen Oppositionellen in den 1980er Jahren bis hin zu den Hinrichtungen, die heute ihren Höhepunkt erreicht haben. Allein im Jahr 2025 wurden im Iran über 1.500 Menschen hingerichtet, insbesondere Angehörige von Minderheiten wie Belutsch:innen und Kurd:innen.

Gleichzeitig versuchen der US- und der deutsche Imperialismus, den legitimen Aufstand gegen die Islamische Republik für ihre eigenen Interessen zu instrumentalisieren. Die USA haben eine lange Geschichte der Sicherung westlicher Hegemonie in der Region unter dem Vorwand, Demokratie und Menschenrechte zu exportieren. Der Völkermord in Gaza und der sogenannte Zwölftagekrieg gegen den Iran im Sommer sind nur die jüngsten brutalen Beispiele dieser westlichen Heucheli. Wir lehnen jede Art von imperialistischer westlicher Einmischung ab, einschließlich der Kollaboration mit der reaktionären Monarchie. 

Die Zukunft des Iran liegt nicht in den Händen von im Exil lebenden US-Marionetten, sondern in den Händen der iranischen Massen: Frauen, Arbeiter:innen, Jugendliche, Queers und alle unterdrückten Menschen, die bereits von Teheran bis Bandar Abbas, von Abdanan bis Maschhad auf die Straße gegangen sind, um für ihre Freiheit vom islamischen Regime zu kämpfen. Wie die Gewerkschaft der Busgesellschaft von Teheran und Umgebung letzte Woche erklärte: „Wir glauben, dass echte Befreiung nur durch die bewusste und organisierte Führung und Beteiligung der Arbeiter:innenklasse und der unterdrückten Menschen möglich ist, nicht durch die Reproduktion alter und autoritärer Herrschaftsformen.“

Deshalb gehen wir am Sonntag, dem 18. Januar, auf die Straße, um unsere Solidarität mit dem revolutionären Aufstand zu zeigen – gegen die Unterdrückung durch das Regime und gegen alle Formen imperialistischer Gewalt. 

Wir rufen alle Menschen in Deutschland auf, sich am Sonntag der Massendemonstration in Solidarität mit dem iranischen Volk anzuschließen.

Jin Jiyan Azadî!
Nieder mit dem Diktator!
Hände weg vom Iran!