Frauen und LGBTI*

Berlin: „Free Women Wordwide“ und „Free, free Palestine“ gehören zusammen [mit Video]

Auch in Berlin gingen am Sonntag hunderte Menschen unter dem Motto „Women's March“ auf die Straße, um gegen Sexismus und Rassismus zu demonstrieren. Neben den “Democrats Abroad” waren auch Aktivist*innen vor Ort, die für einen antiimperialistischen und antikapitalistischen Feminismus eintraten.

Berlin: „Free Women Wordwide“ und „Free, free Palestine“ gehören zusammen [mit Video]

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin schallen Parolen auf Englisch. “Women United will never be divided” ist zu hören, aber auch „Black Lives Matter“ oder „Free, free Palestine“. Dazwischen kommen immer wieder Aufrufe, sich als Wähler*in zu registrieren.

In den USA gingen am Samstag Hunderttausende in über 250 Städten auf die Straße, um, ein Jahr nach dem ersten Women’s March anlässlich der Amtseinführung Trumps, erneut zu demonstrieren. Auch in Berlin gingen am Sonntag zu diesem Jahrestag Menschen auf die Straße. Rund 1.000 Menschen hatten sich zusammengefunden, viele redeten Englisch, aber auch Deutsch, Arabisch oder Spanisch waren zu hören.

Die Debatten, die sich auf der anderen Seite des Atlantiks abspielen, fanden auch hier ein Echo. Organisiert und angeführt wurde die Demonstration von den “Democrats Abroad”. Ihre Perspektive: Frauen sollten sich als Wählerinnen registrieren und so mehr Frauen (von den Demokraten natürlich) ins Amt bringen. Dass Frauen, LGBTI* und People of Color auch unter der Präsidentschaft von Obama nichts zu feiern hatten, lassen sie unter den Tisch fallen. Einige Rednerinnen kritisierten dieses Konzept. Sie betonten, dass der Kampf weiter gehen müsse als ein einfacher Regierungswechsel innerhalb des kapitalistischen patriarchalen Systems.

Der radikalste Block auf der Demonstration hatte sich um die Forderung nach Freiheit für die palästinensische Aktivistin Ahed Tamimi – und für alle anderen politischen Gefangenen – gebildet. Diese Forderung bekommt eine besondere Bedeutung angesichts der Tatsache, dass bei den Demonstrationen in den USA vielen prominenten Schauspielerinnen, die den israelischen Besatzungsstaat unterstützen, eine Bühne gegeben wurde – zum Beispiel Scarlett Johanson. Der Block zeigte dagegen auf, dass ein Feminismus, der sich nicht für die Rechte aller Frauen – besonders der am meisten Unterdrückten wie in Palästina – einsetzt, nicht zur Befreiung führen kann. „Free Women Wordwide“ und „Free, free Palestine“ gehören also zusammen.

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