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Aufruf: Unterstützt den CFM-Streik!

Angesichts der stagnierenden Verhandlungen bei der Tochterfirma Charité Facility Management (CFM) der Charité, steuert die Belegschaft auf neue Streiks zu. Die Basisgewerkschaftsgruppe ver.di aktiv veröffentlicht gemeinsam mit der Kampagne gegen Outsourcing und Befristung einen Aufruf zur breiten Unterstützung des Arbeitskampfs.

Aufruf: Unterstützt den CFM-Streik!

Liebe Mitstreiter*innen im Kampf gegen Out­sourc­ing,

bei der Char­ité-Tochter­fir­ma CFM wird dem­nächst gestreikt. Das ist ein schlecht­es Zeichen, denn erste Streiks gegen miese Arbeits­be­din­gun­gen und Dump­inglöhne gab es bei der CFM schon 2011. Seit­dem haben sie sich einige Verbesserun­gen erstrit­ten aber die grundle­gen­den Prob­leme beste­hen weit­er: Sie wer­den nicht nach dem Tar­ifver­trag der Char­ité (angelehnt am TVöD) bezahlt, son­dern nach Nase. Für wichtige Arbeit­en wie Ster­il­i­sa­tion von Oper­a­tions­besteck, Kranken­trans­port oder Reini­gung des Kranken­haus­es wer­den teils nur 11 Euro pro Stunde gezahlt.

Dass nun neue Streiks bevorste­hen, ist aber auch ein gutes Zeichen. Denn die Kolleg*innen sind weit­er­hin bere­it, zu kämpfen. Und sie sind bess­er aufgestellt als je zuvor: Mehrere hun­dert neue Gew­erkschaftsmit­glieder wur­den seit dem let­zten Streik gewon­nen und die vie­len Diskus­sio­nen der let­zten Monate dürften dafür sor­gen, dass die große Mehrheit von ihnen auch mit­streikt. (lei­der keine Selb­stver­ständlichkeit)

Mit rund 3000 Beschäftigten ist die CFM wahrschein­lich die größte aus­ge­lagerte Tochter­fir­ma des Lan­des Berlin, defin­i­tiv aber bei den Berlin­er Kranken­häusern. Ein erfol­gre­ich­er Kampf gegen Out­sourc­ing hätte hier weit über das Gelände der Char­ité hin­aus Bedeu­tung. Er würde der Logik der Spal­tung und der Niedriglöhne eine Absage erteilen, die auch an der CFM migrantis­che Arbei­t­erin­nen beson­ders hart trifft. Es ist also nicht nur ein Kampf gegen Aus­beu­tung, son­dern auch gegen Ras­sis­mus und Sex­is­mus.

Doch ger­ade weil die CFM für den Berlin­er Sen­at eine so große sym­bol­is­che und ökonomis­che Bedeu­tung hat, wird es selb­st mit einem starken Aus­stand der Belegschaft nicht leicht wer­den, höhere Löhne und die Wiedere­ingliederung zu erre­ichen. Es braucht auch öffentlichen und poli­tis­chen Druck, sowie externe Unter­stützung für die Streik­enden.

Deshalb laden wir alle von euch ein, mit uns das Streik­lokal zu besuchen und den Kolleg*innen zeigen, dass sie nicht alleine ste­hen. Sobald der erste Streik­tag bekan­nt ist, wollen wir um 10 Uhr als Sol­i­dar­itäts­del­e­ga­tion am jew­eili­gen Tre­ff­punkt der Streik­enden sein. (Um der Gegen­seite keine Zeit zur Vor­bere­itung zu lassen, wer­den die Streik­tage erst kurzfristig angekündigt)

Zudem find­et am Mittwoch, den 12. Feb­ru­ar um 17 Uhr das näch­ste Tre­f­fen der Kam­pagne gegen Out­sourc­ing statt (Otaw­is­traße 15, 13351 Berlin), an der sich auch Kolleg*innen von Char­ité und CFM beteili­gen. Das wäre eine gute Gele­gen­heit, gemein­sam mit möglichst vie­len Unterstützer*innen über Wege zu einem Sieg des CFM-Streiks zu disku­tieren, eben­so wie über die Verbindung mit anderen Kämpfen wie dem der Reini­gungskräfte an der ASH und anderen.

Sol­i­darische Grüße,
Kam­pagne gegen Out­sourc­ing

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