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Auch in Berlin: #BlackLivesMatter

Der erneute Aufschrei gegen rassistische Staatsgewalt aus den USA kam am vergangenen Sonntag bis nach Berlin. Dort demonstrierten bis zu 1.000 Menschen unter dem Motto #BlackLivesMatter.

Auch in Berlin: #BlackLivesMatter

Die bru­tal­en Ermor­dun­gen von Phi­lan­do Castile und Alton Ster­ling durch Polizis­ten vor laufend­er Kam­era rück­ten für die Weltöf­fentlichkeit wieder in den Fokus, was für Schwarze und Peo­ple of Col­or in den USA und in vie­len anderen Län­dern der Welt All­t­ag ist.

So gelang es inner­halb kurz­er Zeit vor allem über soziale Net­zw­erke zahlre­iche Men­schen zu mobil­isieren. In allen größeren Städten der USA kamen hun­derte und tausende Schwarze und Jugendliche zusam­men, um gegen die ras­sis­tis­che Staats­ge­walt zu protestieren. Vielerorts wur­den ganze Auto­bah­nen block­iert. Auch außer­halb der USA fan­den in ver­schiede­nen Städten Aktion unter dem Slo­gan #Black­Lives­Mat­ter statt.

In Berlin ver­sam­melten sich am Son­ntag Nach­mit­tag etwa 1.000 Men­schen am Her­man­nplatz. Der ursprüngliche Plan, zur US-Botschaft zu laufen, wurde von der Polizei ver­hin­dert.

Auf Schilder hat­ten Aktivist*innen “Stop Killing Us”, “White Silence is Vio­lence” und die Namen John Amad, Laye Condé und Jaja Dia­bi geschrieben, die in Gewahrsam der deutschen Polizei gestor­ben sind, während Sprechchöre an den in ein­er Dessauer Polizeizelle ver­bran­nten Oury Jal­loh erin­nerten. Eine Gruppe Schwarz­er Jugendlich­er schrieb sich “I mat­ter” auf die Haut.

Ohne Laut­sprecher­wa­gen oder Mega­phone zog die Demon­stra­tion so den­noch kämpferisch durch Kreuzberg in Rich­tung Mitte. “Black Lives Mat­ter” und “No Jus­tice, no Peace, no racist police” waren die zen­tralen Parolen, die immer wieder gerufen wur­den. Dem pop­ulären Slo­gan “Hands up, don’t shoot” (der, von weißen Men­schen gebrüllt übri­gens wie eine Dro­hung klingt) ent­ge­gen, ver­sucht­en einige Aktivist*innen mit “Orga­nize, fight back” eine klare Per­spek­tive für den Kampf gegen Ras­sis­mus und Polizeige­walt aufzuzeigen.

Bei der End­kundge­bung am Pots­damer Platz legten sich die Teil­nehmenden demon­stra­tiv hin, während die Namen von der Polizei ermorde­ter Schwarz­er aufgezählt wur­den. Ins­ge­samt steigt die Zahl der Opfer von Polizeige­walt täglich weit­er an; die Repres­sion gegen die Proteste in den USA ver­schärft die Sit­u­a­tion noch zusät­zlich.

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