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Amazon: Arbeiter*innen in Deutschland und Spanien streiken gleichzeitig gegen den reichsten Mann der Welt

Ab morgen treten Beschäftigte von Amazon in Deutschland und im Spanischen Staat gemeinsam für 48 Stunden in den Streik. Sie zeigen damit, wie der reichste Mann der Welt, Amazon-Chef Jeff Bezos, in die Knie gezwungen werden kann: mit der internationalistischen Solidarität der Arbeiter*innen.

Amazon: Arbeiter*innen in Deutschland und Spanien streiken gleichzeitig gegen den reichsten Mann der Welt

Ab Mor­gen bestreiken die Beschäftigten von Ama­zon San Fer­nan­do de Henares bei Madrid für 48 Stun­den den reich­sten Kap­i­tal­is­ten der Welt – Jeff Bezos schaffte es 112.000 Mil­lio­nen Dol­lar anzuhäufen, während seine Beschäftigten Hunger­löhne ver­di­enen. Damit erre­icht der Streik bei Ama­zon nach Deutsch­land, Polen, Ital­ien und Frankre­ich auch den Spanis­chen Staat.

Und nicht nur dort wird in den näch­sten bei­den Tagen gestreikt: Auch in Deutsch­land, in Bad Hers­feld, gehen die Beschäftigten in den Aus­stand, in Sol­i­dar­ität mit ihren Kolleg*innen im Spanis­chen Staat. Sie fol­gen damit einem Aufruf der spanis­chen Beschäftigten, in dem diese um Unter­stützung in ihrem Kampf bit­ten.

Auch aus Polen erre­ichte eine Sol­i­dar­ität­serk­lärung die Arbeiter*innen. Dort wer­den in den näch­sten bei­den Tagen Flug­blät­ter verteilt. Diese fordern die Beschäftigten auf, keine Extraar­beit­en zu übernehmen, um den Streik der Kolleg*innen im Spanis­chen Staat nicht zu brechen.

Die Beschäftigten von Ama­zon in Madrid, dem größten Stan­dort des Lan­des, haben seit 2016 keinen gülti­gen Tar­ifver­trag mehr. Ama­zon ver­sucht, sie in einen schlechter bezahlten Ver­trag zu zwin­gen. Um sich dage­gen zu wehren, hat­ten 75 Prozent der Beschäftigten bei ein­er Vol­lver­samm­lung für den 48-stündi­gen Streik ges­timmt. Sie organ­isieren gle­ichzeit­ig seit dem 14. März eine Boykott-Kam­pagne in sozialen Net­zw­erken, um ihren Kampf zu stärken.

Die Kolleg*innen bei Ama­zon haben aber vor allem erkan­nt, wie wichtig die inter­na­tionale Sol­i­dar­ität und gemein­same Aktion ist. Der Kampf in einem Land wird immer wieder davon geschwächt, dass Ama­zon die Arbeit auf andere Län­der umleit­et. Das wis­sen die Arbeiter*innen in Bad Hers­feld, die seit 2013 immer wieder in den Streik treten. Daraus haben sie die Kon­se­quenz gezo­gen, sich inter­na­tion­al zu organ­isieren und zu unter­stützen – und sind damit beispiel­haft für alle Arbeiter*innen. Denn wenn die Kapitalist*innen inter­na­tion­al han­deln, müssen auch die Beschäftigten das tun.

Der Aufruf der Kolleg*innen aus Madrid zeigt außer­dem: Auch wenn die Ama­zon-Beschäftigten vielle­icht durch die Sprache getren­nt sein mögen – und auch das nicht voll­ständig –, haben sie miteinan­der doch unendlich viel mehr gemein­sam als mit ihren jew­eili­gen Vorge­set­zten. Sie wis­sen nicht nur ganz genau, wie die Arbeitsabläufe des jew­eils anderen sind, sie haben auch ein gemein­sames Inter­esse: Ama­zon und seine gew­erkschafts- und men­schen­feindliche Poli­tik in die Knie zwin­gen.

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