Frauen und LGBTI*

#8M: Millionen von Frauen brachten die Erde zum Beben

Zum Internationalen Frauenkampftag gab es fast überall auf der Welt Mobilisierungen. Millionen von Menschen demonstrierten für ihre Rechte und stellten Forderungen an die Regierungen ihrer jeweiligen Länder.

#8M: Millionen von Frauen brachten die Erde zum Beben

Foto: Großdemon­stra­tion in San­ti­a­go de Chile

Wir geben einen Überblick zu 8M-Mobil­isierun­gen in ver­schiede­nen Län­dern.

Spanischer Staat

Der Kampf­tag begann mit dem nächtlichen Schla­gen von Töpfen und Pfan­nen, Streik­posten und Aktio­nen in ver­schiede­nen Teilen des Lan­des. Seit den frühen Mor­gen­stun­den des Fre­itags demon­stri­erten Hun­dert­tausende von Frauen und viele Män­ner in ver­schiede­nen Städten.

In Barcelona marschierte Andrea D´Atri, Grün­derin von Pan y Rosas Argen­tinien, zusam­men mit fem­i­nis­tis­chen Aktivist*innen, Arbeiter*innen und Studieren­den und führte die mas­sive Mobil­isierung mit an.

In Madrid schätzten die Gew­erkschaft­szen­tralen CCOO und UGT, dass sich mehr als 70% der Arbeiter*innen am Streik beteiligt haben. Pan y Rosas nahm aktiv an diesem Tag teil.

Argentinien

Am Fre­itag fand eine Massen­mo­bil­isierung statt, bei dem die “grüne Flut” wieder ein­mal die Straßen des Lan­des füllte. In den frühen Mor­gen­stun­den block­ierte die Frauenkom­mis­sion von Coca Cola zusam­men mit Arbeiter*innen des Autozulief­er­ers Siam, des Posadas-Kranken­haus­es und des Maschi­nen­ver­triebs Finning Cat, sowie U‑Bahn-Arbeiter*innen, Telefonarbeiter*innen, Lehrer*innen und anderen gemein­sam die Straßen in der Innen­stadt von Buenos Aires und wiesen darauf hin, dass Ent­las­sun­gen, die in diesen Sek­toren stat­tfind­en, eben­falls Gewalt sind.

Die Abge­ord­neten Myr­i­am Breg­man und Nathalia González Seligra von der PTS-FIT und der Frauen­gruppe Pan y Rosas, waren Teil dieser Aktion, am Nach­mit­tag nah­men sie auch an der Demon­stra­tion teil.

Bei der zen­tralen Demon­stra­tion ließ der Ruf “legale Abtrei­bung, im Kranken­haus”, gesun­gen von den Jugendlichen der “grü­nen Flut”, die Erde erzit­tern.

Chile

In 40 Städten des Lan­des gin­gen Frauen, meist Stu­dentin­nen, auf die Straße. Die Straßen von San­ti­a­go waren voll von Frauen, mehr als 200.000, die demokratis­che Grun­drechte forderten, die das chilenis­che Regime unter den ver­schiede­nen Regierun­gen ihnen ver­weigert.

In Val­paraí­so gin­gen auch Zehn­tausende von Frauen zum 8. März auf die Straße und wur­den von Polizeige­walt unter­drückt.

Brasilien

In diesem Land wieder­holte sich das Bild von Tausenden und Aber­tausenden von Frauen, die die Straßen der Städte füll­ten und zeigten, dass sie die Kraft haben, die rechte Regierung des ultra­reak­tionären Jair Bol­sonaro zu besiegen.

Mexiko

Wie die Genoss*innen von La Izquier­da Diario Mex­i­co titel­ten: “Die grüne Flut kam nach Mexiko.…”. Bewegt vom Kampf für die Gle­ich­stel­lung der Geschlechter, gegen Fem­i­nizide und prekäre Arbeit, gin­gen auch dort am Fre­itag Zehn­tausende von Frauen auf die Straße.

Frankreich

In Frankre­ich, wo Gelbe West­en den Weg weisen, um sich den Kürzungsplä­nen der ver­schiede­nen Regierun­gen entgegenzustellen,haben eben­falls tausende Frauen am 8. März mobil­isiert.

Es wird erwartet, dass an diesem Sam­stag, der 17. wöchentlichen Gelb­west­en-Demon­stra­tionem, sich wieder Tausende von Frauen mobil­isieren wer­den. Unter ihnen wird die franzö­sis­che sozial­is­tis­che Frauen­grup­pierung “Brot und Rosen” (“Du Pain et des Ros­es”) sein.

“Toutes ensem­ble” – alle gemein­sam – ist der Schrei, der unter den gel­ben West­en zu hören war. Umso mehr, als in der ehe­ma­li­gen Kolonie dieses impe­ri­al­is­tis­chen Lan­des, Alge­rien, die Bevölkerung nun gegen das Boute­fli­ka-Regime kämpft.

Algerien

Alge­rien durch­lebt aufgerüt­telte Tage, seit­dem sich im ganzen Land Men­schen gegen die Wieder­wahl des Präsi­den­ten Abd al-Aziz Boute­fli­ka am ver­gan­genen 22. Dezem­ber mobil­isieren. Am 8. März beschlossen die Frauen, sich an die Spitze eines neuen Protest­tages zu stellen.

“Wir kön­nen nur dann die Rechte erlan­gen, die wir als Frauen ver­di­enen, wenn das Regime wech­selt. In Alge­rien wer­den Frauen von der Regierung und von der Gesellschaft selb­st dop­pelt diskri­m­iniert, was uns keine Fortschritte ermöglicht”, erk­lärte eine junge Stu­dentin in Algi­er der Agen­tur Efe Ami­ra.

Die 78-jährige algerische Juristin und Schrift­stel­lerin Was­sy­la Tamza­li sagte den Medi­en: “Gle­ichzeit­ig mit der Demokratie müssen junge Frauen das Recht auf Gle­ich­stel­lung bei Schei­dung, Erb­schaft und sex­ueller Frei­heit ein­fordern.”

Wie der nationale Abge­ord­nete der PTS-FIT aus Argen­tinien in sozialen Net­zw­erken sagte, zeigen Mil­lio­nen von mobil­isierten Frauen auf der ganzen Welt den Weg, um das krim­inelle Bünd­nis von Kap­i­tal­is­mus und Patri­ar­chat zu been­den.

Dieser Artikel bei La Izquier­da Diario

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