Unsere Klasse

18. Februar in Berlin: Ausbeutung – Prekarisierung – Widerstand

Veranstaltung am 18. Februar um 19 Uhr im ND-Gebäude: Kampfstrategien von (A)mazon bis (Z)alando: Austausch mit Beschäftigten zahlreicher Branchen über Kampferfahrungen, Solidarität und internationale Vernetzung. Mit Vorstellung der Broschüre "Der lange Kampf der Amazon-Beschäftigten" von Jörn Boewe und Johannes Schulten.

18. Februar in Berlin: Ausbeutung – Prekarisierung – Widerstand

Fast eine Mil­lion Arbeit­stage wur­den im Jahr 2015 bestreikt! Das ist der höch­ste Wert seit über 20 Jahren. Vor allem der Arbeit­skampf bei Ama­zon scheint kein Ende zu haben. Die Beschäftigten kämpfen dort seit über drei Jahren für einen Tar­ifver­trag. Doch die Antworten, die sie vom Konz­ern bekom­men, sind Befris­tung, Überwachung und anti-gew­erkschaftliche Het­ze. Aber nicht nur in Deutsch­land, son­dern auch in Polen baut sich der Wider­stand der Beschäftigten immer weit­er auf.

Prekäre Beschäf­ti­gung wie bei Ama­zon ist bei Weit­em kein Einzelfall: Knapp 40 Prozent aller Beschäftigten in Deutsch­land arbeit­en heute in Teilzeit, Lei­har­beit und Mini­jobs als Hauptbeschäf­ti­gung. Unter jun­gen Men­schen liegt diese Zahl laut dem DGB sog­ar bei 46 Prozent. Diese mas­sive Prekarisierung nutzen Unternehmen immer wieder, um gew­erkschaftliche Organ­i­sa­tion im Keim zu erstick­en. Am Stan­dort Briese­lang bei Berlin wurde Ama­zon mit­tels Befris­tung mehrere aktive Gew­erkschafts- und Betrieb­sratsmit­glieder los.

Weit­ere Beispiele gibt es zuhauf: Am Botanis­chen Garten der Freien Uni­ver­sität Berlin wer­den ganze Teil­bere­iche seit Jahren an Werkver­trag­sun­ternehmen aus­gegliedert, was zu großen Loh­nun­ter­schieden zwis­chen den Kolleg*innen führt. Ende März plant die Uni zudem die Kündi­gung von 31 Beschäftigten, darunter auch aktive Betrieb­sratsmit­glieder. Die Berlin Migrant Strik­ers organ­isieren sich gegen die beson­dere Aus­beu­tung von Migrant*innen, die häu­fig noch unsichere Arbeits­be­din­gun­gen haben. Die bru­tale Aus­beu­tung rumänis­ch­er Arbeiter*innen der Mall of Berlin ste­ht sicher­lich sym­bol­isch für die krasse Unter­drück­ung migrantis­ch­er Kolleg*innen. Diese Aufzäh­lung ist bei weit­em nicht voll­ständig: Sie zeigt jedoch bere­its, wer für die Prof­ite von Kapitalist*innen bluten muss.

Über­all sind es die Beschäftigten, die in unsichere Arbeitsver­hält­nisse gezwun­gen wer­den und unter mieses­ten Bedin­gun­gen arbeit­en müssen. Diese Angriffe machen Arbeiter*innnen-Widerstand uner­lässlich. Deshalb laden wir kämpfende Kolleg*innen ver­schieden­ster Sek­toren und sol­i­darische Unterstützer*innen ein, über die Per­spek­tiv­en des Arbeiter*innen-Widerstands und außer­be­trieblich­er Unter­stützungskam­pag­nen zu disku­tieren.

Ausbeutung – Prekarisierung – Widerstand

Kampf­s­trate­gien von (A)mazon bis (Z)alando: Aus­tausch mit Beschäftigten zahlre­ich­er Branchen über Kampfer­fahrun­gen, Sol­i­dar­ität und inter­na­tionale Ver­net­zung.

Ver­anstal­tung am 18. Feb­ru­ar um 19 Uhr im ND-Gebäude, Franz-Mehring-Platz 1, Sem­i­nar­raum 1

Referent*innen: Ama­zon, Botanis­ch­er Garten, ver.di aktiv, Berlin Migrant Strik­ers, Grupo Acción Sindi­cal, Char­ité (ange­fragt), Zalan­do (ange­fragt) und weit­ere…

Broschüren­vorstel­lung: “Der lange Kampf der Ama­zon-Beschäftigten” von Jörn Boewe und Johannes Schul­ten

Face­book-Event

One thought on “18. Februar in Berlin: Ausbeutung – Prekarisierung – Widerstand

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.