XIV. Kongress der PTS

24.06.2014, Lesezeit 4 Min.
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// Die Partei Sozialistischer ArbeiterInnen (PTS) beschließt die Veröffentlichung einer Tageszeitung und wählt die VorkandidatInnen für die Präsidentschaftswahlen //

Eine multimediale Tageszeitung, VorkandidatInnen für die Präsidentschaftswahlen der Front der Linken und ArbeiterInnen (FIT) und eine Kampagne für die Nicht-Zahlung der Auslandsschulden und für das Ausrufen einer Volksbefragung, um über diese Frage zu entscheiden. Das waren einige der zentralen Resolutionen des XIV. Kongresses der PTS, der vom Freitag bis Sonntag in Buenos Aires tagte.

„Angesichts des Niedergangs des linksreformistischen Projektes der Regierung und einer Opposition, die in allen zentralen Punkten wie den Auslandsschulden und das die Anpassungen durch die ArbeiterInnen bezahlt werden ist eine tägliche politische Antwort der radikalen Linken notwendig, die mehr als eine Million Stimmen bei den Parlamentswahlen im Oktober erreicht hat. Deshalb wird die PTS in den kommenden Monaten an der Erscheinung einer digitalen multimedialen Tageszeitung vorbereiten, die ab dem September erscheinen wird und die das erste Medium der radikalen Linken mit dieser Häufigkeit und diesen Charakteristiken sein wird. In dieser Zeitung werden die zentralen nationalen und internationalen politischen Debatten reflektiert, von den Kämpfe der ArbeiterInnen und Massen gegen die Anpassungen von den ProtagonistInnen berichtet und zahlreiche weitere allgemeine, kulturelle Themen veröffentlicht“, wird in der Resolution beschrieben.

Am Samstag wählte der Kongress die VorkandidatInnen für die Präsidentschaftswahlen 2015 der FIT. Gewählt wurden der nationale Abgeordnete Nicolás del Caño, den Provinzabgeordneten für Buenos Aires Christian Castillo, die Senatorin aus Mendoza Noelia Barbeito und den historischen Anführer von Zanon und den ehemaligen Provinzabgeordneten der FIT in Neuquén, Raúl Godoy. Die Grundlage der Resolution des Kongresses der PTS hebt hervor, dass „die Regierung genauso wie die bürgerliche Opposition der Front der Erneuerung, FA-Unen, der PRO und des Linksreformismus haben schon ihre KandidatInnen aufgestellt, um Cristina Fernández zu folgen, während sie große Übereinstimmung darin haben, die Auslandsschulden auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung zu bezahlen. Deswegen stellen wir unseren Verbündeten der FIT diese VorkandidatInnen zur Verfügung.“

Außerdem wurde eine „nationale Kampagne für die Nicht-Zahlung der Auslandsschulden“ und die Forderung einer „Volksbefragung, damit dass Volk entscheidet“ beschlossen. Die Resolution beschreibt, dass die „Erpressung nicht nur von den Aasgeier-Fonds, sondern geht von dem gesamten Mechanismus der Auslandsschulden aus. Wir schlagen die Nicht-Zahlung nicht als eine isolierte Maßnahme vor, sondern als Teil der nationalen Souveränität gegen den Imperialismus.“ In Zusammenhang damit wurde eine Kampagne gegen die Entlassungen und die Kündigungen im Automobilzulieferer Lear Corporation und im Druckerei-Betrieb Donnelley, die sich beide in Hand von US-Amerikanischem Kapital befinden. „Wir werden nicht hinnehmen, dass dieses „Aasgeier-Kapital“, das Millionen auf der ganzen Welt gewinnt, sich die Kämpfenden und Antibürokratischen greifen. Deshalb ist die radikale Linke Teil dieses Kampfes innerhalb einer Perspektive der Unterstützung aller Kämpfe der ArbeiterInnen und Massen, die die Offensive des Kapitals konfrontieren, wie die Keramikindustrie von Neuquén und Paty.“

Der Kongress der PTS begann am 20. Juni und endete am 22. Juni. Es nahmen mehr als 300 Delegierte aus dem ganzen Land teil, von denen ArbeiterInnenführerInnen aus wichtigen Industriezweigen wie der Metall-, Nahrungsmittel-, Druckerei- und Zuckerindustrie gemeinsam mit LehrerInnen, Beschäftigten aus dem öffentlichen Dienst, SchülerInnen und Studierende. Die PTS wuchs im Vergleich zu ihrem letzten Kongress im April 2013 um 40 Prozent.

Im letzten Teil des Kongresses der PTS wurde der Arbeiter des Hafens Río Santiago José Montes als Präsident der PTS gewählt, „einer der GenossInnen, der vollständig die Tradition der ArbeiterInnen und des Kampfes unserer Partei vertreten.“ Außerdem wurde ein neues Nationales Komitee gewählt, dass unter Anderem aus Christian Castillo, Nicolás del Caño, Raúl Godoy, Claudio Dellecarbonara, Myriam Bregman, Alejandro Vilca, Lorena Gentile, Noelia Barbeito, Andrea D’Atri, Nathalia González, Natalio Navarrete, Juan dal Maso, Hernán Puddu, Patricio del Corro, Ana Laura Lastra, Carlos Artacho, Fernando Rosso, Ruth Werner, Federico Noa, Paula Bach, Fernando Scolnik, Lautaro Jiménez, Luana Simioni, Octavio Crivaro, Claudia Cinatti, Matías Maiello, Laura Vilches, Ernesto Bustos, Alejo Lasa, María Chaves, Manolo Romano, Laura Lif, Guillo Pistonesi, Jonatan Ros, Fredy Lizarrague und Emilio Albamonte zusammen mit zahlreichen AnführerInnen aus wichtigen ArbeiterInnen- und Studierendenzentren besteht.

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