Unsere Klasse

Warum der MVG-Streik ein Streik für uns alle ist!

Der Warnstreik der Fahrer*innen ist in unserem Interesse als Jugendliche und Arbeiter*innen in München: Ein Kommentar der marxistischen jugend münchen gegen die Spaltung der Belegschaften und das Kaputtsparen des Öffentlichen Dienstes.

Warum der MVG-Streik ein Streik für uns alle ist!

Foto: Streik bei den MVG 2017

Wir erk­lären unsere Sol­i­dar­ität mit den Bus‑, Tram- und U‑Bahn-Fahrer*innen der Münch­n­er Verkehrs­ge­sellschaft (MVG), die am 9. Juli streiken. Sie streiken gegen die Spal­tung der Belegschaft, ein Übel, das auch von “unser­er” Stadtregierung vor­angetrieben wird, die bei der MVG das Sagen hat (SPD und CSU). Konkret geht’s dabei um 200 Euro mehr Lohn für den harten Job, den die Kolleg*innen für uns alle machen.

Ja, viele wer­den deshalb mor­gen zu spät zur Arbeit, in die Schule oder in die Uni und Hochschule kom­men. Eine gute Gele­gen­heit um sich dort darüber auszu­tauschen, wie man sich gegen die Spal­tung der Betriebe und die Spar­maß­nah­men im Öffentlichen Dienst wehrt. Genau das machen die Kolleg*innen näm­lich und deshalb streiken sie nicht nur für sich und 200 Euro mehr, son­dern sie sind Vor­bilder in einem gemein­samen Kampf gegen den Neolib­er­al­is­mus, die Zer­stück­elung von Belegschaften und das alltägliche Kaputts­paren des Öffentlichen Dien­stes. Das Prob­lem bet­rifft uns näm­lich auch in den Kranken­häusern, in den Schwimm­bädern oder in der Lehre.

Und die Kleinbürger*innen von der “Aktion Münch­n­er Fahrgäste” (wer macht bei so einem Club denn bitte mit?!), die den Streik “unver­hält­nis­mäßig” nen­nen, sollen dann halt selb­st fahren. Und zwar nicht nur heute, son­dern jeden Tag — unter den gle­ichen Bedin­gun­gen wie die Arbeiter*innen der MVG. Die Busse, Tram- und U‑Bahnen steuern sich näm­lich nicht von allein, liebe “Fahrgast-Aktvist*innen” und wenn man guten Nahverkehr will, muss man sol­i­darisch sein.

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